16.04.2013 16:35 | Cloppenburg Vechta | Niedersachsen | Giftanschlag auf Mitarbeiter einer Firma? | Ein Großeinsatz beschäftigte Rettungskräfte aus dem Landkreis Vechta seit Dienstagnachmittag. Gegen 16.35 Uhr waren die Rettungskräfte darüber informiert worden, dass Mitarbeiter/-innen eines Steinfelder Unternehmens eine bislang unbekannte Substanz eingenommen haben könnten. Ein Giftstoff konnte nicht ausgeschlossen werden.
Am Morgen hatte ein Unbekannter vor der Tür des Unternehmens einen Karton mit belegten Brötchen abgestellt. Auf dem Karton befand sich ein Schriftsatz, so dass zu entnehmen war, dass die Brötchen als Geschenk dort abgelegt worden waren und verzehrt werden sollten. Gut 25 Miarbeiter/-innen des Unternehmens bedienten sich dann an diesem "Geschenk". Im Laufe des Nachmittags bemerkte man auf diesen Brötchen eine seltsame Substanz. Es konnte eine toxikologische Sustanz nicht ausgeschlossen werden. Elf Personen begaben sich freiwillig in umliegende Krankenhäuser, in erster Linie ins Krankenhaus nach Damme. Danach wurden die Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes aus dem Landkreis Vechta (u.a. auch die SEG) alarmiert.
Mit Unterstützung des betroffenen Unternehmens haben die Einsatzkräfte bis Dienstagabend (22.00 Uhr) weitere neun Personen ausfindig gemacht. Diese insgesamt 20 Personen wurden stationär in den Krankenhäuser Damme, Lohne, Diepholz und Vechta zur Beobachtung aufgenommen. Keine Person zeigte bislang Symptome. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese Personen einen toxikologischen Stoff mit einer Langzeitwirkung eingenommen haben könnten, müssen diese Person auf ärztlichen Rat längere Zeit beobachtet werden.
Aktuell sucht die Polizei noch weitere Personen, die von diesen Brötchen gegessen haben.
Die Polizei hat die restlichen Brötchen sichergestellt. Ein Polizeihubschrauber hat eine Probe des bislang unbekannten Stoffes in ein Berliner Insititut verbracht. Die Untersuchungen haben noch am heutigen Abend begonnen. Wann ein Ergebnis feststeht, kann derzeit noch nicht gesagt werden.
Am Einsatz waren ca. 150 Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes, der örtlichen Feuerwehren und der Polizei beteiligt. |
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