Einsatzberichte

13.02.2017 20:06

Hannover Sahlkamp

Niedersachsen

Sieben Person bei Wohnungsbrand verletzt

Heute Abend kam es im Stadtteil Hannover-Sahlkamp zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand, bei dem insgesamt sieben Personen verletzt wurden. Die 77-jährige Mieterin wurde vor dem Eintreffen der Feuerwehr von einem 30-jährigen Wohnungsnachbarn aus den Flammen gerettet. Sie erlitt eine mittelschwere Rauchgasvergiftung. Ihr Retter sowie fünf weitere Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Vier Rettungswagen transportierten alle Verletzten in umliegende Kliniken. Die Feuerwehr verhinderte einen Flammenüberschlag auf die darüber liegende Wohnung.

Um 20:06 Uhr meldete ein Mitbewohner des Mehrfamilienhauses im Rothaarweg 13 den Brand einer Wohnung im Hochparterre. Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 5, die Freiwillige Feuerwehr Buchholz sowie einen Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug.

Der 30 jährige, der den Brand gemeldet hatte, vermutete die Mieterin noch in der Brandwohnung und griff deshalb beherzt ein. Er verschaffte sich gewaltsam Zutritt und rettete die 77-jährige aus den Flammen ins Freie. Nach einer Erstversorgung durch einen Notarzt transportierte sie ein Rettungswagen in eine hannoversche Klinik.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Wohn- und Esszimmer der Dreiraumwohnung bereits im Vollbrand. Die Flammen schlugen aus zwei 

Fenstern und drohten auf das darüber liegende Geschoss überzugreifen. Der Treppenraum des Hauses war komplett verraucht. Aufgrund dieses Lagebildes forderte der Einsatzleiter einen weiteren Löschzug und zunächst einen zweiten Rettungswagen an.

Zur Suche nach Personen in dem komplett verrauchten Treppenraum sowie zur Brandbekämpfung drangen umgehend zwei Trupps in das Gebäude ein. Ein dritter Trupp verhinderte im Außenangriff einen drohenden Flammenüberschlag auf die über der Brandwohnung liegende Wohnung.

Die Personensuche ergab, dass sich niemand im Treppenraum befand. Die in den übrigen Wohnungen befindlichen Mieter konnten zunächst gefahrlos in ihren Wohnungen verbleiben, da dort kein Rauch eingedrungen war. Der Löschangriff zeigte schnell Wirkung, bereits nach 20 Minuten waren die Flammen weitgehend gelöscht. Der vorsorglich angeforderte zweite Löschzug der Berufsfeuerwehr brauchte nicht mehr eingreifen

Nachdem die Brandschützer den Treppenraum mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei geblasen hatten, führten sie die übrigen Mieter ins Freie. Eine Mutter (31 Jahre alt) hatte. noch während der Treppenraum komplett verraucht war, kurzzeitig ihre Wohnungstür geöffnet. Dabei atmeten sie und ihre drei Kinder (3 Wochen, fünf und zehn Jahre alt) Rauch ein. Alle vier wurden deshalb von dem Notarzt vor Ort erstversorgt und anschließend mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert. Nachdem der 31-jährige Retter zunächst eine medizinische Untersuchung abgelehnt hatte, klagte er im Verlauf des Einsatzes über leichte Atembeschwerden, so dass er nach einer Erstversorgung ebenfalls in eine Klinik transportiert wurde. Nach ca. 45 Minuten meldete sich zudem eine 67-jährige Bewohnerin des Hauses und berichtete, dass sie Rauchgase eingeatmet hätte, als sie in der Akutphase des Brandes kurzeitig die Wohnungstür geöffnet hatte. Ein vierter Rettungswagen transportierte auch sie deshalb vorsorglich in ein Krankenhaus.

Die Brandwohnung selbst wurde durch Flammen, Rauch und Hitzeeinwirkung komplett zerstört und ist zurzeit unbewohnbar. Die übrigen Wohnungen blieben unversehrt, so dass ihre Bewohner dorthin zurückkehren konnten.

Der entstandene Sachschaden wird von Polizei und Feuerwehr auf ca. 75.000,- Euro geschätzt. Zur Feststellung der Brandursache hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 38 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen im Einsatz.

Feuerwehr Hannover


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