08.04.2017 05:47

Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen

Produktaustritt aus Gefahrgut-LKW

Gegen 05:47 Uhr stellte der Fahrer eines LKW fest, dass aus dem Tank seines Fahrzeugs Teile der flüssigen Ladung austreten.

Die alarmierte Feuerwehr ist derzeit damit beschäftigt, die austretende Flüssigkeit aufzufangen, die Leckage zu verschließen und die ca. 100 Ltr. ausgetretene Flüssigkeit aufzunehmen. Dabei ist die Tatsache erschwerend, dass die ca. 70 °C warme Substanz beim Erkalten erstarrt. Um die restliche Ladung von ca.25 t zu sichern, ist ein weiteres Tankfahrzeug einer externen Firma angefordert. Das weitere Vorgehen wird zwischen der Feuerwehr und den vor Ort befindlichen Vertretern von Umweltamt sowie Fachberatern der Fa. Henkel abgestimmt.


Am frühen Samstagmorgen wurde der Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf mit dem Stichwort "ABC Einsatz 3" zum Universitätstunnel auf die BAB 46, Fahrtrichtung Heinsberg, alarmiert.

Aus einem Tanklastzug trat flüssiges, ca. 200° C heißes, Gefahrgut aus, welches als Pech identifiziert werden konnte. Der LKW war mitten im Tunnel zum Stehen gekommen. Durch die Polizei wurde der Tunnel umgehend evakuiert, alle Fahrzeuge wurden entgegen der Fahrtrichtung zurückgeleitet.

Die Feuerwehr Düsseldorf begann umgehend mit Auffang- und Abdichtungsmaßnahmen, um zu verhindern, dass weiteres Pech auf die Fahrbahn im Tunnel gelangte. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Thermoisolierung des Sattelaufliegers entfernt, um so die Beschädigung an der innenliegenden Transportkammer abdichten zu können.

Mit Unterstützung des Spediteurs und eines Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) Fachberaters von der Werkfeuerwehr Henkel wurde das restliche, noch im Sattelauflieger verbliebene, Pech im Anschluss in einen anderen LKW umgepumpt.

Der Umweltschutzzug errichtete und betrieb im Tunnel einen Dekontaminationsplatz, an welchem die eingesetzten Kräfte entkleidet wurden. Der Einsatz konnte nach etwas mehr als 7 Stunden beendet werden, die Autobahn 46 blieb für die gesamte Einsatzdauer in Fahrtrichtung Heinsberg voll gesperrt.

Im Einsatz waren Einheiten der Berufsfeuerwehr von den Feuerwachen Hüttenstraße (1), Behrenstraße (4), Frankfurter Straße (6), Werstener Feld (7) und Posener Straße (10), sowie der Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf (19) mit einem LKW zur Dekontamination von Personen, dem Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz und einem Einsatzleitwagen.

Feuerwehr Düsseldorf


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