Einsatzberichte

10.05.2017 10:15

Regensburg Hochschule Regensburg

Bayern

Chemieunfall im Gebäude

Gegen 10:15 ging bei der Berufsfeuerwehr Regensburg an diesem Morgen eine Meldung der Hochschule Regensburg ein, wonach bei einem Versuchsablauf in einem Labor ein Chemischer Stoff im Gebäude ausgetreten sei.

Hieraufhin wurde die Berufsfeuerwehr Regensburg zur fachlichen Beratung der Situation hinzugezogen.

Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr wurde diese durch den Gefahrgutbeauftragten, eine Sicherheitsingenieurin sowie den Dekan der Fakultät empfangen und in die Lage eingewiesen.

Es stellte sich heraus, dass ein Chemischer Stoff während eines Versuchsablaufs einen unerwarteten, gasförmigen Zustand erreicht und sich daraufhin unkontrolliert über die Lüftungsanlage in Teilbereichen des Hochschulgebäudes verteilt hatte.

Hieraufhin wurden zusätzliche natürliche Lüftungsmaßnahmen der Hochschule eingeleitet.

Als die ersten Personen die Geruchsauffälligkeiten wahrgenommen und sich bei mehreren Personen Kopfschmerzen eingestellt hatten, veranlasste der Dekan eine Räumung des entsprechenden Gebäudes sowie Alarmierung der Berufsfeuerwehr.

Durch die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr wurde der betroffene Gebäudeteile abgesperrt und unter umluftunabhängigem Atemschutz begangen.

Nachdem der Angriffstrupp bestätigen konnte, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden, wurde mit speziellen Messgeräten der Berufsfeuerwehr ein Nachweis des ausgetretenen Stoffes durchgeführt. Hierbei konnte der Stoff jedoch nicht detektiert werden, so dass zum Zeitpunkt keine giftigen Konzentrationen nachweisbar waren.

Im Anschluss wurden weitere natürliche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt.

Das Gebäude muss auf Grund der Geruchsbelästigungen vorläufig geschlossen bleiben und wird erst durch den Gefahrgutbeauftragten der Fakultät nach abschließenden Messungen freigegeben.

Im Rahmen des Einsatzes war vor allem der Rettungsdienst stark gefordert. Mit insgesamt vier Rettungswägen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst galt es die betroffenen Studenten und Angestellten der Hochschule zu sichten.

Hierbei stellte sich glücklicherweise heraus, dass es keinen Betroffenen gab, der akuten Erkrankungsanzeichen aufwies.

Neben dem Rettungsdienst war auch die Polizei mit vier Streifenwagen vor Ort um den Sachverhalt aufzunehmen.

Feuerwehr Regensburg

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