12.03.2018 00:15

Pinneberg Pinneberg

Schleswig-Holstein

Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Kurz nach Mitternacht wurden die ersten Kräfte der Feuerwehr Pinneberg zu einem brennenden Pkw alarmiert. Auf der A23 sollte in Folge eines Unfalles ein Fahrzeug brennen.

Während das erste Fahrzeug ausrückte, kam die Rückmeldung der Leitstelle, eine Person eingeklemmt. Daraufhin wurde noch ein weiterer Zug der Wehr alarmiert. Die Fahrzeuge auf der Anfahrt mussten mit angepaßter Geschwindigkeit fahren, da die Sicht durch Nebel zum Teil sehr stark eingeschränkt war.

Einsatzleiter Kai Halle erkundete die Einsatzstelle, die direkt vor der Anchlußstelle Tornesch in Fahrtrichtung Norden lag. Die Kräfte des ersten HLF richteten die Ablage für das technische Rettungsgerät her und ein Helfer krabbelte in das Fahrzeug, welches auf allen vier Rädern auf dem schrägen Böschungswall stand. Die Fahrerseite war stark deformiert und ein dicker Baum erschwerte den Zugang. Der Patient war ansprechbar und wurde vom Notarzt und der Besatzung zweier Rettungswagen versorgt.

Die weiteren Besatzungen der ausgerückten Fahrzeuge entfernten mit Bügelsägen Äste und Gestrüpp, damit an der Unfallstelle gefahrlos gearbeitet werden konnte, leuchteten die Einsatzstelle aus oder unterstützten die Kräfte, die direkt mit der Rettung beschäftigt waren. Über die Leitstelle wurde die Rettungskarte für den Ferrari F12 angefordert. Mittels dieser Rettungskarte kann ersehen werden, wo Airbags verbaut sind, wo besonders feste Strukturen zu finden sind und weitere hilfreiche Informationen für die Rettung. Für die Feuerwehr Pinneberg war es der erste Unfall mit solch einem Sportwagen. Zusätzlich wurde vom Rüstwagen ein zweiter noch größerer hydraulischer Rettungssatz zur Einsatzstelle verbracht. Die verbauten hochfesten Stähle und zusätzlichen Verstärkungen haben es den Kräften sehr schwer gemacht die nötigen Öffnungen zu erzeugen. Das Fahrzeugdach wurde abgenommen, und im Fußraum des Fahrers Platz geschaffen. Mit hydraulischen Stempeln sollte die Bewegungsfreiheit für den schwer verletzten Patienten hergestellt werden, was zumindest nicht einfach war.

Eineinhalb Stunden nach dem Alarm war der Fahrer befreit und auf die Trage des Rettungsdienstes verbracht. Die Feuerwehr reinigte die Straße noch bevor nach einem De-briefing an der Einsatzstelle die Kameraden wieder einrückten.

Ein erschreckendes Verhalten konnte auf der Gegenfahrbahn festgestellt werden. Mehrere Fahrer reduzierten die Geschwindigkeit und fotografierten und filmten die Einsatzstelle, bevor sie wieder Gas gaben.

Das Unfallfahrzeug wurde vom Abschleppdienst abgeholt, die weiteren Ermittlungen zur Ursache hat die Polizei übernommen.

Feuerwehr Pinneberg


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