30.03.2018 12:00

Berlin Marzahn-Hellersdorf

Berlin

Reanimationsmaßnahmen gestört - Festnahme

Während eines Rettungseinsatzes gestern Mittag in Marzahn wurden Reanimationsmaßnahmen von einem Mann gestört. Nach ersten Ermittlungen alarmierte der später Störende kurz vor 13 Uhr Rettungskräfte in seine Wohnung in der Allee der Kosmonauten, da er seine 50-jährige Lebensgefährtin leblos in der Badewanne entdeckt hatte.

Nachdem die Sanitäter eines Rettungsdienstes sowie ein Rettungsassistent und zwei Notärzte der Berliner Feuerwehr mit der Reanimation begonnen hatten, störte der 67-Jährige die Maßnahmen immer wieder. Dabei rauchte er unter anderem neben der Sauerstoffflasche, woraufhin ihn die Rettungskräfte in seinem Schlafzimmer einschlossen.

Der Mann war damit nicht einverstanden und forderte die Rettungskräfte auf, die Tür wieder zu aufzumachen. Gleichzeitig versuchte er, von innen die Schlafzimmertür zu öffnen. Nachdem die Reanimationsmaßnahmen erfolglos waren, öffnete ein Sanitäter die Tür zum Schlafzimmer und sah den 67-Jährigen, der eine Waffe in der Hand hielt. Mit dieser hatte der Mann zuvor schon durch die verschlossene Tür gedroht. Die Rettungskraft machte die Tür wieder zu und schloss sie ab. Anschließend verließen die Sanitäter, der Assistent sowie die Notärzte die Wohnung und alarmierten die Polizei.

Auf Klingeln der Polizeibeamten öffnete der 67-Jährige die Wohnungstür. Er hatte zuvor die Schlafzimmertür zerstört und sich somit selbst befreit. Der Mann wurde sofort festgenommen und ihm wurden Handfesseln angelegt. Er beschimpfte die Polizisten und versuchte einen Beamten zu treten. Der Kollege wich aus. In der Folge stürzte der alkoholisierte Festgenommene und verletzte sich im Gesicht.

Eine Staatsanwältin ordnete bei dem 67-Jährigen eine Blutentnahme, die in einer Gefangenensammelstelle durchgeführt wurde, und die Durchsuchung seiner Wohnung an. Im Schlafzimmer fanden die Polzisten eine Schreckschusswaffe und beschlagnahmten diese. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 67-Jährige auf eigenen Wunsch in ein Krankenhaus gebracht.

Der Leichnam der 50-Jährigen wurde beschlagnahmt. Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und zur Feststellung der Todesursache eine Obduktion angeregt. Die Kriminalpolizei der Direktion 6 ermittelt.


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