15.04.2018 05:48

Hennef Geistingen Rhein-Sieg-Kreis

Nordrhein-Westfalen

Großbrand in einer Schule

Ein Großbrand ereignete sich in den Morgenstunden des 15. Aprils 2017 in Hennef-Geistingen.

Ein Anrufer hatte den Notruf gewählt und eine unklare und verworrene Meldung abgegeben, wonach es in der Schule in der Wehrstraße brennen solle. Die Leitstelle vermutete auf Grund der unklaren und irritierenden Sprechweise des Anrufers eventuell einen böswilligen Alarm und alar­mierte zunächst die Löschzugführung des Löschzuges Hennef mit dem Alarm­ier­ungs­stich­wort „Erkundung“.

Es stellte sich heraus, dass es im Treppenraum des Gebüdeteils“B“ tatsächlich brannte. Der Treppenraum stand im Vollbrand. Das Feuer drohte auf weitere Räume über zu greifen. Es wurden daher umgehend weitere Kräfte nachalarmiert. Zunächst wurde Alarm für 2 Löschzüge („B4“) ausgelöst und kurze Zeit später dann Vollalarm für alle Hennefer Einheiten gegeben. Auf Grund der Alarmstufenerhöhungen waren die Sirenen im Stadtgebiet mehrfach zu hören.

Neben den Hennefer Einheiten wurde die Feuerwehr Eitorf zum Einsatz hinzugezogen. Die Kameraden aus Eitorf besetzten die Feuerwache Hennef und stellten den Grundschutz in Hennef sicher. Ferner wurde eine weitere Drehleiter aus Sankt Augustin hinzu alarmiert. .

Inzwischen hatte sich der Vollbrand des Treppenraumes auf 2 Klassenräume sowie das Dach des betreffenden Gebäudeteils ausgebreitet. Die Feuerwehr organisierte daher einen massiven Löscheinsatz. In der Spitze wurden 6 C-Rohre von innen und außen vorgenommen. Ferner wurden 3 B-Rohre von außen eingesetzt.

Weiterhin kamen die beiden alarmierten Drehleitern der Feuerwehr Hennef sowie der Feuerwehr Sankt Augustin zum Einsatz.

In der Spitze wurden ca. 2.500-2.800l Wasser pro Minute abgegeben. Die Wasserversorgung wurde aus dem öffentlichen Hydrantennetz sowie aus dem ca. 600 m entfernten offenen Gewässer „Am Kuckuck“ sicher gestellt.

Zur Brandbekämpfung gingen 12 Trupps unter Atemschutz vor. Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung per Warn-App „Nina“ gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Messgruppe des Rhein Sieg Kreises war vor Ort. Messungen ergaben allerdings keine Gefahr für die Bevölkerung. Über „Nina“ wurde dann auch Entwarnung gegeben.

Zur Abwicklung des Einsatzes wurde die Einsatzstelle in 4 Abschnitte untergliedert. Einsatzabschnitt 1 organisierte eine Riegelstellung zwischen Gebäudeteil B und C und verhinderte so eine weitere Brandausbreitung auf nicht betroffene Gebäudeteile. Gleiches geschah im Abschnitt 2 von der anderen Seite aus. Hier wurde eine Riegelstellung zwischen Gebäudeteil B und A aufgebaut.

Eine Brandausbreitung auf nicht betroffene Gebäudeteile konnte so auch hier verhindert werden.

Einsatzabschnitt 3 war für die Wasserversorgung zuständig. Es wurden ca. 60 B- Schläuche zum 600 m entfernten offenen Gewässer „Am Kuckuck“ verlegt. (Doppelleitung).

2 Pumpen wurden eingesetzt.

Einsatzabschnitt 4 war die Messgruppe des Rhein Sieg Kreises.

Bei dem Brandereignis wurden 2 Feuerwehrleute leicht verletzt. Beide konnen nach Behandlung vor Ort nach Hause entlassen werden.

Einsatzleiter war Stadtbrandinspektor Markus Henkel. 126 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die gesamte Führungsspitze der Stadt Hennef war ebenfalls vor Ort (Bürgermeister und Beigeordnete).

Abschließend eine gute Nachricht für alle Schülerinnen und Schüler: Am Montag findet ganz regulär der Unterricht statt. Für die Klassen der betroffenen Räume findet der Unterricht in anderen Räumen statt.

Feuerwehr Hennef

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