07.06.2018 12:00

Minden Minden-Lübbecke

Nordrhein-Westfalen

Lkw landet in Hauswand

Donnerstagvormittag landete nach einem Zusammenstoß mit einem Schwertransporter ein Muldenkipper in der Fensterfront eines leer stehenden Geschäftes. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug befreien.

Glücklicherweise zog sich der 48-Jährige nur leichte Verletzungen zu. Er wurde ins Mindener Klinikum verbracht. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste das Nadelöhr rund um die Weserbrücke für über vier Stunden weiträumig gesperrt werden. Dadurch kam es im Innenstadtbereich und im Bereich Rechtes Weserufer zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. 

Ersten Ermittlungen zufolge befuhr der Fahrer (42) eines Schwertransportes mit Überlänge auf der Kaiserstraße über die Weserbrücke und wollte anschließend nach rechts in die Hausberger Straße abbiegen. Aufgrund der Länge des Gespanns musste er von der Rechtsabbiegespur nach links ausscheren und nutze hierfür zumindest die rechte Geradeausspur in Fahrtrichtung Viktoriastraße. Der hinter ihm fahrende Fahrer (48) eines Muldenkippers fuhr aus bisher unbekannten Gründen in die nach hinten rund zwei Meter überstehende - aber gesicherte - Ladung aus Bahnschienen. Dadurch geriet der Muldenkipper ins Schleudern und kam nach rechts von der Straße ab. Hier stieß er in die Fensterfront eines leer stehenden Geschäftes. Die auf die Straße stürzenden Bahnschienen trafen den Fiat einer 74-jährigen Frau aus Porta Westfalica, die die Hausberger Straße Richtung Kaiserstraße befuhr. 

Der Lkw-Fahrer aus Hille wurde im Führerhaus eingeklemmt. Die Feuerwehr musste Fahrertür abtrennen und Teile des Führerhauses spreizen, um die Beine des Mannes zu befreien. Insgesamt war die Berufsfeuerwehr und Feuerwehr Minden mit 20 Einsatzkräften vor Ort. Das Haus wurde von Fachleuten in Augenschein genommen. Es besteht keine Einsturzgefahr. 

Nach den Rettungsarbeiten wurden zunächst mit einem Kran die herabgestürzten Schienen mit einem Kran geborgen. Der Schwertransport war aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr verkehrssicher und wurde zum Parkplatz Kanzlers Weide geleitet. Dort folgte ein Umladen der Schienen. Der Muldenkipper musste anschließend mit einem speziellen Abschlepper für Lkw geborgen werden. Beim Fiat wurde durch die Bahnschienen die rechte Vorderachse komplett beschädigt. Auch dieser Wagen war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Nach der Räumung der Unfallstelle folgte das Abstreuen der ausgelaufenen Betriebsstoffe und die anschließende Reinigung der Straße. 

Gegen 13.20 Uhr konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Für die Unfallaufnahme sowie die umfangreichen Absperr- und Verkehrsmaßnahmen waren neun Einsatzfahrzeuge der Polizei notwendig. Der entstandene Sachschaden wurde vor Ort mit rund einer halben Million Euro taxiert.


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