11.06.2018 23:09

Würzburg Heuchelhof

Bayern

Gefahrguteinsatz bei einem parkenden LKW

Noch während eines laufenden Unwettereinsatzes rückte gestern Abend die Feuerwehr Würzburg zu einem gemeldeten Lkw-Brand in den Straßburger Ring aus. Beim Eintreffen war über dem Auflieger eines abgestellten Lkw eine leichte Rauchentwicklung wahrnehmbar. Die Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz mit einem Strahlrohr vor, um die Lage zu erkunden und die Löschmaßnahmen einzuleiten. Als der Angriffstrupp die Abdeckung des Anhängers öffnete, nahm die Rauchentwicklung zu und es war ein stechender Geruch nach Ammoniak wahrnehmbar. Umgehend wurde der Absperrradius vergrößert und das Alarmstichwort auf Gefahrguteinsatz erhöht.

Erste Messungen direkt auf dem Auflieger ergaben eine erhöhte Ammoniakkonzentration. Die Messungen an den Absperrgrenzen verliefen negativ, so dass außerhalb des Absperrbereichs keine Gefahr bestand. Auch Kontrollen im anliegenden Wohngebiet ergaben keine Anhaltspunkte auf Ammoniak. Bei dem transportierten Stoff handelte es sich um Schlacke, die als Abfallprodukt entsorgt wird und mit Wasser reagieren kann. Aufgrund der regnerischen Witterung setzten die Feuerwehrkräfte eine Plane ein, um die Schlacke vor weiteren Regen zu schützen und eine weitere Reaktion zu unterbinden. Anschließend wurde die Einsatzstelle dem Fahrer des Lastwagens und dem Gefahrgutkontrolltrupp der Polizei übergeben.

Insgesamt waren die Freiwillige Feuerwehr Würzburg, die Feuerwehrschule sowie die Berufsfeuerwehr mit insgesamt 50 Einsatzkräften über fünf Stunden im Einsatz. Daneben waren ebenfalls der Rettungsdienst und die Polizei vor Ort.

Feuerwehr Würzburg


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