10.08.2019 15:17

Schwelm Ennepe-Ruhr-Kreis

Nordrhein-Westfalen

Dachstuhlbrand in Altstadt

Um 15.17 Uhr wurde der Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Kölner Straße in Schwelm gemeldet. Als die ersten Kräfte nur wenige Minuten später in der Altstadt eintrafen, hatte der Brand bereits auf den Dachstuhl des dreigeschossigen Fachwerkhauses übergegriffen. Auch ein weiterer Dachstuhl eines angrenzenden Hauses war vom Feuer betroffen.

Direkt in der ersten Phase des Einsatzes wurde mit massivem Kräfte- und Materialansatz versucht, ein Übergreifen auf die weiteren, direkt angrenzenden Gebäude zu verhindern. Gleichzeitig setzten die Einsatzkräfte mehrere B-Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Aus Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel und Wuppertal trafen weitere Einsatzkräfte ein. So konnten insgesamt drei Drehleitern in Stellung gebracht und das Feuer von oben weiter eingedämmt werden. Da die Drehleiter der Feuerwehr Schwelm aufgrund eines technischen Defektes seit Freitagabend außer Dienst ist, mussten alle Drehleitern überörtlich angefordert werden. Zeitweise über 100 Einsatzkräfte haben über Stunden mit Hochdruck gearbeitet. Nur so gelang es, dass in der sehr dicht bebauten Schwelmer Altstadt nicht noch mehr Fachwerkhäuser dem Feuer zum Opfer gefallen sind.

Aufgrund der besonderen Bauweise war es für die Einsatzkräfte nicht mehr möglich, die Gebäude zu betreten. Es herrschte Einsturzgefahr. Zur weiteren Lagebeurteilung wurden Baufachberater des THW Hattingen alarmiert.

Durch die enge Bebauung war es den Einsatzkräfte nicht möglich, die gesamten Flächen der Dachstühle einzusehen. Zur besseren Beurteilung der Gesamtlage sowie der weiteren Einsatzplanung wurde ein spezieller Teleskopmast der Feuerwehr Dortmund angefordert und vor Ort in Stellung gebracht.

Die Bewohner der betroffenen Objekte sowie die der direkt angrenzenden Häuser wurden im Petrus-Gemeindehaus vom ersten Beigeordneten Ralf Schweinsberg sowie der Stv. Bürgermeisterin Christiane Sator über die Lage vor Ort informiert. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Stadt Schwelm wurde die Unterbringung der Bewohner geplant. Die vom Brand betroffenen Gebäuder sind nicht bewohnbar. Der erste Beigeordnete war, trotz der Umstände sehr froh, dass bei diesem Großbrand keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Die Erkundungen des THW ergaben, dass Teile der Giebelwände einsturzgefährdet sind. Nachdem das Feuer weitestgehend gelöscht war, kam es zu einer Verschärfung der Lage, weil bei dem schwer beschädigten Haus Nr. 24 tragende Fachwerkelemente versagten und Teile der Wand im Erdgeschoss herausdrückten. Laut Beurteilung der Baufachberater des THW bestand zu diesem Zeitpunkt akute Einsturzgefahr und damit die Gefahr, dass im Falle der Havarie des Gebäudes die umliegenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden. Um dies zu vermeiden und Brandnester abzulöschen wurde das am schwersten beschädigte Haus Nr. 24 von einer Spezialfirma abgetragen.

Da sowohl Strom als auch Gas der Hausnummer 24 nicht mehr abgestellt werden konnten, diese aber weiterhin eine Gefahr darstellen, wurden die Versorgungsleitungen noch in der Nacht vor dem Gebäude unterbrochen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW waren die Nacht über im Einsatz, um etwaige aufkommende Glutnester direkt ablöschen zu können. Das THW übernahm hier die Ausleuchtung der Einsatzstelle. Während die Spezialfirma mit der Vorbereitung des Abtragens des Gebäudes beschäftigt ist.

Matthias Jansen, Leiter der Feuerwehr Schwelm und Einsatzleiter vor Ort dankt allen Einsatzkräften. "Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und Hilfsorganisationen der Nachbarstädte hat reibungslos funktioniert. Durch das schnelle Eingreifen und dem massiven Kräfteansatz ist es uns heute gelungen, noch Schlimmeres zu verhindern", so Jansen weiter.

Der Stv Kreisbrandmeister Christian Zittlau, der ebenfalls vor Ort war, zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Kräfte vor Ort. Gleichzeitig ist er froh, dass die vorgeplanten Konzepte der Feuerwehren im EN-Kreis hier ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben.

Derzeit dauert der Einsatz noch an und es sind etwa 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 10 Kräfte des THW u.a. weiterhin mit 2 Baufachberatern sowie eine Spezialfirma mit schwerem Gerät im Einsatz. Der Einsatz wird vermutlich bis in den Nachmittag des 11.08.andauern.

Feuerwehr Schwelm


Überörtliche Hilfe in Schwelm geleistet

Auf Grund eines Brandereignisses am Samstag in der Schwelmer Altstadt, ist es zu einem hohen Personalbedarf gekommen. Hierdurch forderten die Kollegen aus Schwelm überörtliche Hilfe an. Die Feuerwehr Gevelsberg endsendete den Löschzug II aus Berge mit 12 Feuerwehrkräften und 2 Fahrzeugen nach Schwelm. Gegen 21.30Uhr waren die Kameradinnen und Kameraden wieder zurück aus Schwelm an Ihrem Standort in Gevelsberg.

Feuerwehr Gevelsberg


Einsatz "Überörtliche Hilfe" in Schwelm

Am 10.08.2019 wurde die Feuerwehr Ennepetal um 15:24 Uhr zur Überörtlichen Hilfe in die Nachbarkommune Schwelm alarmiert. In der Schwelmer Altstadt war es zu einem Brand eines Wohnhauses gekommen.

Zunächst rückte die Drehleiter zu dem Brand aus.Die Aufgabe bestand darin, eine Brandbekämpfung durchzuführen und angrenzende Gebäude vor den Flammen zu schützen.

Um 16:50 Uhr wurde ein Löschzug der Feuerwehr Ennepetal zunächst zur Besetzung der Feuerwache Schwelm alarmiert.Im weiteren Verlauf wurde dieser jedoch auch an der Einsatzstelle in der Altstadt eingebunden.Der Löschzug konnte den Einsatz um 03:05 Uhr beenden.

Zum Zeitpunkt dieser Meldung, befindet sich die Drehleiter der Feuerwehr Ennepetal samt Besatzung immer noch vor Ort, um weitere Glutnester abzulöschen.Der Einsatz wird wohl noch bis in die späten Abendstunden andauern.

Feuerwehr Ennepetal

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