21.04.2020 18:41

Prisdorf Pinneberg

Schleswig-Holstein

Großbrand auf Golfplatz

Mehr als 100 Einsatzkräfte von fünf Freiwilligen Feuerwehren kämpfen aktuell gegen einen ausgedehnten Großbrand auf dem Gelände eines Golfplatzes in Prisdorf.

Dort ist aus bislang noch ungeklärter Ursache ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus in Brand geraten. Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Prisdorf wenige Minuten nach der um 18.41 Uhr erfolgten Alarmierung an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Daher ließ der Einsatzleiter umgehend weitere Kräfte nachalarmieren.

Die Brandbekämpfung erfolgt ausschließlich von außen über mehrere handgeführte Strahlrohre sowie über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg.

Schwierigkeiten machte in der Anfangsphase des Einsatzes die Nähe des Brandobjektes zu einem benachbarten Reetdachhaus. Das trockene Reet hatte im Bereich des Giebels Feuer gefangen. Durch einen massiven Löscheinsatz von innen und außen konnten die Flammen im Reetdach jedoch schnell gelöscht werden. Dabei kam auch das Teleskopmastfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Tornesch zum Einsatz.

Sorgen bereitet aktuell ein anderes Reetdachhaus, dass rund 400 Meter entfernt steht und deren Bewohner durch Funkenflug ein Übergreifen der Flammen befürchten. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Borstel-Hohenrade sind dort im Einsatz und wässern das Dach.

Durch das Feuer wurde nach jetzigem Stand keine Person ernsthaft verletzt. Fünf Personen, die sich bei Brandausbruch am oder im ersten betroffenen Gebäude befunden haben sollen, wurden durch den Rettungsdienst gesichtet, konnten jedoch an der Einsatzstelle verbleiben.

Aktuell sind die Feuerwehren aus Prisdorf, Kummerfeld, Pinneberg, Tornesch und Borstel-Hohenraden sowie weitere Unterstützungskräfte im Einsatz.

Die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich bis in die Nachtstunden hinziehen.


Update:

In der Spitze waren mehr als 180 Feuerwehrkräfte im Einsatz, um das Großfeuer am Dienstagabend in Prisdorf auf dem Golfplatz Peiner Hof zu löschen. Inklusive Brandwache dauerte der Einsatz bis Mittwochmorgen um 6 Uhr. Dabei brannte ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude ab. Der Feuerwehr gelang es, beginnende Dachstuhlbrände an zwei Reetdachhäusern - eines auf dem Gelände, eines etwa 400 Meter vom Golfplatz entfernt - schnell zu löschen und so Sachwerte im hohen sechsstelligen Eurobereich zu erhalten. Personen wurden nicht verletzt.

Um 18.41 Uhr am Dienstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Prisdorf zu einer starken Rauchentwicklung aus einem Gebäude auf dem Peiner Hof alarmiert. Aufgrund der zahlreichen Notrufe wurde bereits auf der Anfahrt die Alarmstufe auf FEU 3 Y erhöht. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stand das vordere Gebäude bereits fast im Vollbrand.

Da in der Anfangsphase die Brandausbreitung in dem Brandobjekt bereits stark ausgeprägt war, erfolgte ausschließlich eine Brandbekämpfung von außen über mehrere handgeführte Strahlrohre sowie über die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg. Das Wohn- und Geschäftsgebäude mit den Ausmaßen von etwa 25 x 25 Meter brannte vollständig aus. Um die Wasserversorgung für den massiven Einsatz von Löschwasser gewährleisten zu können, wurden über drei Tragkraftspritzen aus einem nahe gelegenen Teich Wasser entnommen.

Durch den starken böigen Ostwind wurde das Feuer schnell angefacht. Der Brandrauch wurde an der Einsatzstelle nach unten gedrückt und erschwerte in der Anfangsphase massiv die Löscharbeiten. Teilweise betrug die Sichtweite auf dem Peiner Hof weniger als einen Meter.

In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich zwei weitere Gebäude, die durch den starken Funkenflug in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das trockene Reet hatte bei beiden Reetdachhäusern den Dachfirst in Brand gesetzt, so dass es zwischenzeitlich zu drei Brandobjekten auf dem Peiner Hof kam. Durch ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte vor Ort konnte bei beiden Reetdachhäusern eine Brandausbreitung verhindert werden und somit beide Reetdachhäuser gehalten werden.

Durch das Feuer wurden insgesamt fünf Personen durch den Rettungsdienst auf Verdacht einer gesichtet, konnten jedoch an der Einsatzstelle verbleiben.

Nach jetzt fast zwölf Stunden sind die Nachlösch- und Aufräumarbeiten der Feuerwehr beim Großfeuer in Prisdorf abgeschlossen. Gegen 6 Uhr war am heutigen Mittwoch auch das letzte erkennbare Glutnest im vorderen Gebäudetrakt des Peiners Hof hin erstickt. Mit dem Bagger eines Privatunternehmers wurden die Außenwände eingerissen um an die letzten Glutnester zu kommen. Während der Nacht wurde die Einsatzstelle von der Technischen Einsatzleitung Kreis Pinneberg mit zwei Lichtmast-Anhängern ausgeleuchtet.

Im Einsatz befanden sich zu Spitzenzeiten rund 120 Einsatzkräfte. Die letzten Einsatzkräfte konnten um 6.00 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Bereits um 06:40 Uhr erfolgte eine erneuerte Alarmierung der Feuerwehr Prisdorf um erneut aufglimmendes Brandgut abzulöschen.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

Kräfte: FF Prisdorf, FF Kummerfeld, FF Pinneberg, FF Borstel-Hohenraden, FF Tornesch, Technische Einsatzleitung, Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein, Polizei Einsatzleiter: Tim Hoyer, Wehrführer FF Prisdorf

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg


Wir wurden zu einem Gebäudebrand auf dem Gelände des Peiner Hofs alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine ehemalige Scheune, in der sich auch Wohnungen befanden, bereits im Vollbrand. Die Bewohner konnten noch selbstständig die Wohnungen verlassen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Trotz massiven Löscheinsatz konnte dieses Gebäude nicht mehr gerettet werden und wurde im Laufe des Einsatzes von einem Bagger eingerissen, um alle Glutnester vollständig ablöschen zu können. Wegen des starken Windes kam es durch Funkenflug zu Entstehungsbränden im Dachbereich von zwei Reetdachhäusern, die sich ebenfalls auf bzw. an das Gelände des Golfplatzes angrenzen. Durch das schnelle Eingreifen der uns unterstützenden Nachbarwehren konnten diese jedoch schnell eingedämmt und die Gebäude somit gerettet werden. Ebenso konnten durch eine sogenannte Riegelstellung die anderen dicht umliegenden Gebäude auf dem Gelände des Golfclubs geschützt werden.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht an und eine Brandwache verblieb über Nacht vor Ort. Kurz nach dem Abrücken wurden wir gegen 06:40 Uhr noch einmal zum Objekt alarmiert, da noch einmal eine minimale Rauchentwicklung aus dem eingerissenen Gebäude gemeldet worden war. Zur Sicherheit wurde Netzmittel eingesetzt.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit und das schnelle Handeln bedanken. Einen besonderen Dank richten wir an unsere Nachbarwehren!

Feuerwehr Prisdorf

Bilder: Feuerwehr Prisdorf

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