Einleitung
Auch mit kleinem Geld können
sie viel für den häuslichen Brandschutz tun, wenn sie
wissen wie. Nachfolgend finden sie einige Tipps aus der
Praxiserfahrung der Feuerwehr.
Rauchwarnmelder
Rauchwarnmelder erkennen Brandrauch
auch wenn sie schlafen und wecken sie durch einen lauten Alarmton
auf, damit Sie sich in Sicherheit bringen können. Wenn sie noch
keine Rauchwarnmelder installiert haben, dann sollte dies ihre erste
Verbesserungsmaßnahme sein.
Statten Sie alle Aufenthaltsräume
und möglichst auch den Flur ihrer Wohnung mit Rauchwarnmeldern
aus. Küche und Badezimmer sollten keine Rauchwarnmelder
erhalten, da es hier häufig zu Fehlauslösungen durch
Wasserdampf kommt. Führen Sie über den Prüfknopf allen
Familienmitgliedern den Warnton vor und erklären sie ihnen, was
sie im Zweifelsfall zu tun haben.
Haben Sie Kinder? Installieren Sie in
Kinderzimmern über Funk vernetzbare Rauchmelder und einen
weiteren davon auf dem Flur unmitttelbar vor ihrem Schlafzimmer.
Sollte ein Brand in den Kinderzimmern ausbrachen, bekommen Sie es so
auch Nachts, aber eben durch die Flurmontage i. d. R. Auch tagsüber
mit. Gestalten sie die oben beschriebene Einweisung der Familie für
Kinder als regelmäßig wiederholtes Spiel, damit diese das
richtige Verhalten möglichst sicher erlernen.
Elektroinstallation
Prüfen sie ihren Sicherungskasten:
Ist die ganze Wohnung zusätzlich zu den normalen Sicherungen mit
einem Fehlerstromschutzschalter mit einem Auslösestrom von 0,03
A ausgestattet? Diese Schutzschalter leisten zum Personenschutz
ebenso wie zum Brandschutz hervorragende Dienste, da sie kritische
Stromflüsse in Millisekunden erkennen und die Elektroanlage für
sie sicher abschalten.
Weitere sinnvolle Maßnahmen des
Brandschutzes kosten kein oder fast kein Geld und erhöhen ihre
Sicherheit ebenfalls ungemein:
Ziehen sie die Stecker von
Wasserkochern, Kaffemaschinen, Toastern und ähnlichen
Wärmegeräten ab, wenn sie die Geräte nicht betreiben.
Stellen sie die Geräte zusätzlich auf Bodenfliesen (Zum
Quadratmeterpreis im Baumarkt erhältlich) oder ähnliche
nicht brennbare Platten: Überwiegend brennen sich bei Versagen
die Heizstäbe nach unten durch das Gerät hindurch und
entzünden die darunter stehende Arbeitsplatte.
Schalten sie Fernseher, Stereoanlagen,
DVD-Spieler nach Gebrauch komplett ab und nicht nur in der
Standby-Funktion. Wenn einzelne Geräte dies nicht mehr
ermöglichen, dann helfen Abzeweigsteckdosen mit eingebauten
Ausschaltern. Stecken Sie nicht mehrere Abzweigsteckdosen
hintereinander. Prüfen sie etwa jedes halbe Jahr, daß in
allen Steckdoesen und Abzweigsteckdosen die Stecker noch fest
eingeklemmt werden und nicht locker setzen. Eine Steckdose mit
lockeren Kontakten ist auch eine Brandquelle!
Reparieren sie defekte
Anschlußleitungen und Stecker nicht behelfsmäßig mit
Isolierband, Tesafilm oder Klebstoff. Viele Brände entstehen aus
solchen Provisorien.
Kerzen
Wenn sie Kerzen anzünden, dann
lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt und stellen sie sich ein
Löschmittel bereit. Eine Blumensprühflasche mit Wasser und
ein paar Tropfen Spülmittel leistet hier hervorragende Dienste,
da sie nicht viel kostet, effektiv löscht und nicht mehr Schaden
macht als nötig.
Feuerlöscher
Feuerlöscher sollten sie auf der
Grundlage einer Beratung kaufen und regelmäßig prüfen
lassen. Wenn irgend möglich besuchen sie zusätzlich eine
Kurs über den Umgang mit Feuerlöschern! Praxiserfahrungen
zeigen, daß viele Brände auch in der Entstehungsphase
nicht gelöscht werden konnten, weil die anwesende Person den
Feuerlöscher nicht effizient bedienen konnte!
Häusliche Umbauten
Fragen sie bei wesentlichen Umbauten
wie Speicherausbau, Austausch einer Wohnungstür, Änderungen
an Wänden vorher jemand, der sich auskennt.
Nachträglich während des
Umbaus versäumte Brandschutzauflagen zu erfüllen ist immer
teurer als diese von Anfang an einzuplanen.
Ein bewährter Ansprechpartner ist
beispielsweise die Dienststelle „Vorbeugender Brandschutz“ (VB)
ihrer örtlichen Feuerwehr oder der zuständigen Kreis- /
Bezirksverwaltung.
Ihre örtliche Feuerwehr
Wenn sie die Arbeit ihrer Feuerwehr
interessiert, dann nutzen sie den Tag der offenen Tür oder
sprechen Sie ihnen bekannte Feuerwehrleute an.
Wir erläutern Ihnen gern unsere
Arbeit.