Radioaktive Rauchmelder

Als Radionuklid wird fast ausschließlich Americium (Am)-241 verwendet ( ein Alpha- und Gamma-Strahler ); die Aktivität beträgt max 37 kBq . Einige wenige Typen enthalten Radium-226. Das Americium befindet sich als schwer lösliches Am-Oxid in einer dünnen Eloxalfolie ( Abdeckung ca. 2 Mikrometer Gold/Palladium), so daß bei Normalbertrieb keinerlei Kontaminationsgefahr besteht; die Gamma-Dosisleistung beträgt ca. 0,1 Mikro-Sv/h ( bei 33 kBq ) am Gehäuse. Das Präparat hat einen Durchmesser von etwa 2 mm. Es sind aber noch Rauchmelder, z.B. der Typ F-6 von Siemens, mit einer Aktivität von 555 kBq im Gebrauch; in vereinzelten Fällen sogar der Typ F-5 mit einer Aktivität von 2660 kBq ! Wie Versuche zeigten, kann bzw. wird die Eloxalschicht bei Temperaturen ab etwa 6oo Grad C geschädigt und das Americium teilweise freigesetzt, so daß dann Kontaminationsgefahr besteht.
Daher bei Bränden mit Brandmeldeanlagen / Rauchmeldern immmer die Frage nach der Verwendung von Ionisationsrauchmeldern stellen und ggfs. Stichprobenartige Kontaminazionskontrollen (Alphastrahlung !) veranlassen !
Sicherlich stellt ein einzelner beschädigter Rauchmelder keine Gefährdung des Einsatzpersonals dar; beim Vorhandensein von einer größeren Anzahl, wie z.B. in Lagerhallen, Einkaufszentren usw., sollte man aber Vorsicht walten lassen. Somit kann ein Brandeinsatz unvermutet auch zu einem zusätzlichen kleinen Strahlenschutzeinsatz werden.

Norbert Liebe FF Karlsruhe,Abt. ABC-Zu, Karlsruhe

27.12.2005

banner

zurück zur FAQ-Liste

© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer


Feuerwehr-Forum * News * Newsletter * Magazin * Einsätze * Feuerwehr-Markt * Feuerwehrfahrzeug-Markt * Feuerwehrfahrzeug-Datenbank * News aus der Industrie * TV-Tipps * Termine * Job-Börse

© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer