25.06.2010

Falck Nutec betreibt Offshore-Sicherheitstrainingscenter in Bremerhaven

Ab 2011 wird das dänische Unternehmen Falck Nutec in Bremerhaven für Mitarbeiter von Windenergieunternehmen, die Offshore-Anlagen installieren, warten oder zurückbauen umfangreiche Trainingsmaßnahmen anbieten.

Derzeit entsteht in der maritimen Forschungs- und Entwicklungsmeile Bremerhaven ein in Deutschland einzigartiges Trainingszentrum. Als Bauherr im Auftrag der Stadt Bremerhaven wird das Gebäude von der BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven errichtet und anschließend langfristig vermietet. In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren erhielt Falck Nutec den Zuschlag als Betreiber.

Neben der Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Produktion von Komponenten von Offshore-Windenergieanlagen besteht europaweit ein wachsender Bedarf im Bereich der Weiterbildung und Ausbildung in allen sicherheitsrelevanten Fragestellungen, die insbesondere beim Offshore-Einsatz berücksichtigt werden müssen. Diese Trainingsmaßnahmen beinhalten u.a. die Einheiten Überleben auf See, Übergang von einer schwimmenden Einheit auf eine feste Struktur (z.B. Offshore-Windenergieanlage), die Höhenrettung und Abbergung mit dem Helikopter sowie das Ausstiegstraining aus einem ins Wasser gestürzten Helikopter. Nur Personal mit zertifiziertem Sicherheitstraining darf von den Unternehmen eingesetzt werden. Insbesondere die Helikopter-Abbergung und die Helikopter- Unterwasserrettung erfordern eine spezielle Infrastruktur.


Aufgrund der wachsenden Bedeutung Bremerhavens als Offshore-Kompetenzzentrum und um die Wertschöpfung aus dem Weiterbildungsbedarf in der Region zu halten, hat die BIS von der Stadt Bremerhaven den Auftrag erhalten neben dem Trockendock in der maritimen FuE-Meile ein Offshore-Sicherheitstrainingszentrum zu bauen. Neben einem überdachten, beheizten Trainingsbecken und modernen Schulungsräumen sind im tiefen Beckenbereich ein Sprungturm (Höhe: 5m) sowie ein Kran für das Bewegen von Trainingsgeräten vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf 2,24 Mio. Euro. Davon kommen 1,75 Mio. Euro vom Bund (1,31 Mio. € im Rahmen des Konjunkturpaketes II) und 0,444 Mio. Euro vom Land Bremen. Die Differenz sowie die Unterhaltskosten werden aus den Mieteinnahmen gedeckt. Man erwartet ca. 15 neue Dauerarbeitsplätze und einige tausend Schulungsgäste jährlich in Bremerhaven.


Bremerhavens Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Jörg Schulz sieht in dem Aufbau des Sicherheits-Trainingszentrums einen weiteren wichtigen Baustein zum Ausbau Bremerhavens als das europäische Offshore-Windenergiezentrum: „Bremerhaven konnte sich nicht nur wegen seiner Lage am seeschifftiefen Wasser etablieren, sondern weil es gelungen ist, bedeutende Anlagenhersteller und wissenschaftliche Einrichtungen wie das Fraunhofer Institut nach Bremerhaven zu holen, weil wir die nötigen Gewerbeflächen bereitstellen und die passende Infrastruktur schaffen. Wir wollen noch mehr als die bisherigen 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen und das sollen gut ausgebildete Fachkräfte sein. Das neue Trainingszentrum ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung.“


Mit Falck Nutec wurde im Ausschreibungsverfahren ein international renommierter Partner für den Betrieb gefunden, der weltweit im Bereich Sicherheitstraining von Offshore-Anlagen tätig ist. Im Offshore-Windenergiesegment zählen schon heute Unternehmen wie RWE Innogy, REpower Systems AG, AREVA Multibrid, EnBW Erneuerbare Energien oder die BARD Gruppe zu den Kunden von Falck Nutec. Poul Victor Jensen, Geschäftsführer von Falck Nutec in Esbjerg freut sich über die Entscheidung für sein Unternehmen: „Wir beschäftigen 1.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und agieren global. Wir haben langjährige Erfahrung im Offshore- Sicherheitstraining und kennen die Bedürfnisse der Kunden sehr gut. Mit der Einrichtung des Offshore-Trainingszentrums in Bremerhaven machen wir einen wichtigen Schritt nach Deutschland. Bremerhaven ist für die Offshore-Windenergie von großer Bedeutung und der richtige Standort. Ich freue mich, dass wir das neue Zentrum betreiben werden.“


Hintergrundinformation zu Falck und Falck Nutec

Falck Dänemark ist eine internationale Organisation mit Hauptsitz in Kopenhagen (Dänemark), die Serviceleistungen in den Bereichen Pannenhilfe, Rettungsdienst, Training und emergency anbieten. Die Kunden kommen aus dem öffentlichen und privaten Bereich. Die Aktivitäten verteilen sich auf 24 Länder auf 5 Kontinenten. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Falck mit 17.340 Mitarbeitern einen Umsatz von 949 Mio. Euro.

Falck Nutec beschäftigt 1.000 Mitarbeiter, verteilt auf 26 Trainingszentren in 16 verschiedenen Ländern weltweit. Falck Nutec, ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheits- , Sicherheit- und Überlebenstraining, ist seit über 30 Jahren als Dienstleister für Kunden der Ölund Gasindustrie, Schifffahrt, Erneuerbare Energien, chemischen Industrie sowie Militär und Luftwaffe tätig.

Falck Nutecs erstes Trainingszentrum wurde 1968 in Esbjerg (Dänemark) eröffnet. Dies bildete den Ausgangspunkt der jetzigen Organisation. Falck Nutec Esbjerg hat einen Jahresumsatz von 6,7 Mio. Euro und beschäftigt 45 Mitarbeiter.

Im November 2009 initiierte Falck Nutec Dänemark die Global Wind Organization. Gemeinsam mit namhaften Unternehmen wie Vestas, Siemens Wind Power, Suzlon und REpower soll ein erstes gemeinsames Standardprogramm für die Windkraftanlagenindustrie, Onshore wie auch Offshore, unter Berücksichtigung der Gesetzgebung in den verschiedenen Ländern entwickelt werden.

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