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02.07.2010
Alcatel-Lucent liefert Übertragungstechnik für den digitalen Behördenfunk BOS in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein liefert Alcatel-Lucent die Übertragungstechnik für den Aufbau eines Richtfunk-Zugangsnetzes zur Verbindung der Basisstationen des digitalen Behördenfunk BOS sowie zur Anbindung von Behördenstandorten an das Landesnetzes LNV+. Auftraggeber ist Dataport, der Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der öffentlichen Verwaltung in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen sowie für die Steuerverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern. Der entsprechende Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und sieht neben Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung auch einen potentiellen Betrieb sowie weitere Services vor.
Das Richtfunk-Zugangsnetz verbindet die einzelnen Basisstationen im neuen BOS-Digitalfunknetz. Mithilfe dessen können künftig Polizei, Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) jederzeit sicher mit anderen landes- oder bundesweit tätigen Einsatzkräften kommunizieren. Neben der Verbindung der BOS-Funkstandorte sollen dabei über das richtfunkbasierte BOS-Zugangsnetz auch Datenverbindungen für das Landesnetz V+ (LNV+) realisiert werden. Der Auftrag von Dataport ist bereits der dritte für Alcatel-Lucent über den Aufbau eines Richtfunknetzes für den digitalen Behördenfunk BOS in Deutschland. Zuvor hatten sich bereits Baden-Württemberg und Niedersachsen für Alcatel-Lucent entschieden.
„Der Aufbau des Richtfunk-Zugangsnetzes ist für unser Bundesland eine wichtige Investition in die Zukunft. Sowohl technisch gesehen als auch im Hinblick auf die Kosten hat die Lösung von Alcatel-Lucent überzeugt“, erklärt Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von Dataport.
„Drei von fünf Bundesländern, die ein Richtfunknetz für die Anbindung ihrer BOS-Basisstationen errichten, haben sich für Alcatel-Lucent entschieden. Zusammen mit dem Auftrag für den Betrieb des bundesweiten Netzes haben wir maßgeblichen Anteil am Aufbau des digitalen Behördenfunk in Deutschland“, berichtet Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender von Alcatel-Lucent Deutschland AG.
Innerhalb des BOS-Projektes fällt den Bundesländern die Aufgabe zu, eigene Backhauling-Netze aufzubauen. Diese verbinden die TETRA-Basisstaionen, die im Auftrag des Bundes errichtet werden. Die Investition in ein eigenes Netz bietet für die Länder einige Vorteile. Langfristig gesehen ist Aufbau und Betrieb des eigenen Netzes günstiger als die Nutzung von Mietleitungen. Darüber hinaus sind die Bundesländer in der Lage, über das Netz zusätzliche Services für einzelne Behörden bereitzustellen.
Beide Vorhaben zeitlich zu synchronisieren und dabei Synergien zu schöpfen, war das Ziel des Landes. Die Gesamtplanung, Installation und der Betrieb der neuen Netzstruktur wurde zur Sicherstellung dieses Ziels an Dataport übertragen. Die eigene, diskrete Lösung bietet mehr Sicherheit, Verfügbarkeit und Steuerungsmöglichkeiten. Nach der Fertigstellung beider Vorhaben wird das BOS-Zugangsnetz und das Landesnetz V+ in Schleswig-Holstein aus 380 Richtfunkstrecken und 60 SDH-Multiplexern bestehen.

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