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18.01.2012
AWG Fittings GmbH: Europäischer Marktführer für Löschgeräte konzentriert den Standort

Geschäftsführer Stefan Geisperger | Die AWG Fittings GmbH, Hersteller von hochwertigen Feuerlöschgeräten, gibt sich in diesem Jahr eine neue Struktur. Der Betriebsrat und die gesamte Belegschaft wurden im Rahmen einer Betriebsversammlung von Geschäftsführer Stefan Geisperger darüber informiert, dass alle Firmenaktivitäten des Unternehmens künftig vom Standort Ballendorf (Alb-Donau-Kreis) ausgeführt werden. Der Standort Giengen wird im Laufe des Jahres 2012 aufgegeben. Der Standort für das Tochterunternehmen Alco in Frankfurt-Höchst mit derzeit 30 Mitarbeitern wird ebenfalls nach Ballendorf verlagert. Im Rahmen dieser neuen Struktur wird sich die AWG Fittings GmbH von etwa 120 Mitarbeitern im Laufe dieses Jahres trennen.
Die AWG Fittings GmbH ist europäischer Marktführer mit einem Exportanteil von etwa 60 Prozent. Ziel der neuen Unternehmensstruktur ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf die nächsten Jahre. Die Wachstumsmärkte liegen nach einhelliger Meinung des Management-Teams um Geisperger im Export. Möglich sei dies von Deutschland aus nur mit hochwertigen und hochqualitativen Produkten zu international wettbewerbsfähigen Kosten. "Die Investitionen wollen wir dort tätigen, wo die Feuerwehren und die Handelspartner als unsere Endkunden den größten Nutzen haben: in der Innovation und mit der Herstellung von hochwertigen Feuerlöschprodukten, Löschkanonen und hydraulischen Rettungsgeräten", so Geisperger. Gleichzeitig forciert das Unternehmen die Innovation: "Noch in diesem Jahr werden wir der Branche eine Reihe von interessanten Neuheiten präsentieren können."
Nach dem derzeitigen Planungsstand werden Fertigung und Montage sowie die Entwicklung und alle Verwaltungsbereiche an dem erst 2007 umfangreich modernisierten Standort Ballendorf zusammengefasst. Der Standort wird dazu räumlich erweitert. Umfangreiche Investitionen sind für den Bereich Prüftechnik geplant. Die Umstrukturierung sieht gleichzeitig vor, die Bereiche Versand, Gießerei, Werkzeugbau und Gummispritzerei künftig an externe Partner zum Teil in der Region zu übertragen.
Für die freiwerdenden Mitarbeiter ist im Rahmen der Vereinbarung eines Sozialplans die Gründung einer Transfergesellschaft geplant. Damit könne vielen Mitarbeitern eine Perspektive von bis zu 36 Monaten in Aussicht gestellt werden. Da die Versand- und Lagerlogistik an ein Unternehmen in der Region übertragen werde, bestehe für einige Mitarbeiter die Möglichkeit der Fortführung des Arbeitsplatzes. "Unser Ziel ist es, den Abbau der Arbeitsplätze so sozial wie möglich zu gestalten", so Stefan Geisperger. Demnach werden befristete Arbeitsplätze nicht verlängert, gleichzeitig werde es eine Vorruhestands-Regelung geben.

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© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer
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