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23.01.2012
Flughafenfeuerwehr München löscht in 90 Sekunden
Kaum ein anderes Flugfeldlöschfahrzeug beschleunigt und löscht schneller: Der FLF Z8 von Ziegler sorgt für noch mehr Sicherheit am zweitgrößten deutschen Flughafen.
Der stetige Anstieg des zivilen Luftverkehrs stellt die Flughafenfeuerwehren in aller Welt vor große Herausforderungen: Trotz der wachsenden Zahl der Starts und Landungen müssen sie die internationalen Sicherheitsanforderungen zur Flugzeugbrandbekämpfung zu jedem Zeitpunkt erfüllen können. Das A und O dabei ist Schnelligkeit: Im Falle eines Luftunfalls während Start oder Landung müssen alle eingeleiteten Hilfsmaßnahmen in kürzester Zeit und so effizient wie möglich erfolgen, um das Überleben von Passagieren und Besatzung sicherzustellen. Extreme Anforderungen, die ohne moderne Löschfahrzeuge kaum zu bewältigen sind.

Für die Flughafenfeuerwehr in München ist das auch künftig kein Problem – dank der neuen Flugfeldlöschfahrzeuge „FLF Z8“. Speziell für die Belange der Flugzeugbrandbekämpfung entwickelt, ist die Baureihe des führenden Feuerwehrfahrzeug-Herstellers Ziegler bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Flughäfen ein fester Bestandteil der modernen Brandschutzkonzeption. Denn: Das 43 Tonnen schwere Flugfeldlöschfahrzeug beschleunigt so schnell wie kaum ein anderes: der V12-Dieselmotor mit einer Leistung von insgesamt 735 kW (1.000 PS) bringt den FLF Z8 in nur 25 Sekunden auf 80 Stundenkilometer. Aber da ist noch nicht Schluss: das Flagschiff erreicht auf den Start- und Landebahnen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 140 Stundenkilometern – und übertrifft dabei die weltweiten ICAO-Empfehlungen.
Damit potenzielle Flugzeugbrände in gerade einmal 90 Sekunden gelöscht werden können, hat Ziegler zudem ein besonders leistungsfähiges Löschsystem für die Z8-Baureihe konzipiert: Der Pumpenantrieb erfolgt über einen separaten Motor mit 360 kW (480 PS). Damit erreicht die Ziegler-Feuerlöschkreiselpumpe eine Nennleistung von 10.000 l/min bei 10 bar. Die Löschmittel können so bei voller Ausstoßrate in weniger als 1,5 Minuten aus einem 12.500 Liter großen Wassertank ausgebracht werden; je nach Einsatzszenario über einen Dachwerfer mit einer Leistung von 6.000 l/min und einer Wurfweite von bis zu 90 Metern, einen Frontwerfer mit einer Leistung von 2.200 l/min oder zusätzlich über eine Selbstschutzanlage. Letztere wird bei Bodenbränden – zum Beispiel durch auslaufendes Kerosin – zum Schutz des Fahrzeugs eingesetzt. Dazu verfügt das Ziegler-Flagschiff über zwei Schaummitteltanks mit 1.500 Litern sowie über eine 1.000 Kilogramm fassende Pulverlöschanlage. Basis des 12 Meter langen und drei Meter breiten Kraftpakets bildet ein MAN 8x8-Fahrgestell.

Bis Juni 2012 werden vier neue Fahrzeuge der Baureihe FLF Z8 von Ziegler an den Flughafen München übergeben. Die ersten beiden Fahrzeuge wurden bereits Ende 2011 zur Verfügung gestellt; die anderen beiden Fahrzeuge folgen in den kommenden Monaten. Insgesamt werden damit sieben FLF Z8 am zweitgrößten Flughafen Deutschlands im Einsatz sein.

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© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer
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