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16.03.2008
Praxistext Sicherheitstrupp Rettungsgeräte
Zurückliegende
Atemschutzunfälle mit tödlichem Ausgang haben gezeigt, dass es nicht
ausreichend ist, einfach nur einen Sicherheitstrupp bereitzustellen.
Um Rettungsaktionen erfolgreich durchführen zu können bedarf es:
- einer gefahrenorientierten Ausbildung der Atemschutzgeräteträger;
- der konsequenten Umsetzung taktischer Lösungen und der schnellen Reaktion der Einsatzleitung;
- einer guten Ausrüstung (PSA und Rettungsmittel) und
- einer guten Ausbildung des Sicherheitstrupps
- sicherer Kommunikationskonzepte
- einer klar strukturierten Führung
Während
der Bedarf der besonderen Ausbildung mittlerweile größtenteils erkannt
wurde ist die Frage nach der richtigen Ausrüstung für eine erfolgreiche
Rettungsaktion nach wie vor umstritten.
Rettungsversuche ohne
Hilfsmittel oder aber mit eventuell ungeeigneten Hilfsmitteln können -
im wahrsten Sinne des Wortes - fatale Folgen haben.
Um die
Diskussion um die richtige Ausbildung, die richtige Taktik und das
richtige Rettungsgerät oder auch die Rettungsmethode zu unterstützen,
haben sich auf meine Initiative Kameraden und Kollegengefunden, die im
Frühjahr 2008 mit Unterstützung
- der Forschungsstelle für Brandschutz an der Universität Karlsruhe
- des Instituts der Feuerwehr (IdF) des Landes Sachsen-Anhalt
- der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge
den vergleichenden
Praxistest unter möglichst einsatznahen Bedingungen aller auf dem
deutschen Markt vorhandenen / verfügbaren Geräte und Methoden zur
Rettung von Atemschutzgeräteträgern bei Notfällen durchführen werden.
Die
wissenschaftliche Auswertung der Tests erfolgt im Zuge der
Bachelorarbeit von Markus Held, Student der Sicherheit und
Gefahrenabwehr an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Der Student
wird hierbei von einer neutralen und unabhängigen Bewertungskommission,
die die Berichte als Ergebnisse zur Brandschutzforschung veröffentlichen wird, unterstützt.
Um
möglichst vielen Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik
Deutschland die Teilnahme an den Tests zu ermöglichen, finden diese in Karlsruhe an der Forschungsstelle für Brandschutz und an der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge zu verschiedenen Terminen statt.
Was genau ist geplant?
Es
soll ein vergleichender Praxistest unter möglichst einsatznahen
Bedingungen aller auf dem deutschen Markt vorhandenen bzw. verfügbaren
Geräte und Methoden zur Rettung von Atemschutzgeräteträgern bei
Notfällen durchgeführt werden.
Im Ergebnis soll die Effizienz der einzelnen Geräte bzw. Methoden bewertet werden.
Sämtliche
Testabläufe sollen möglichst vollumfänglich dokumentiert werden
(Video), die Testergebnisse werden auf www.feuerwehr.de, sowie diversen
Printmedien veröffentlicht und allen Feuerwehren national und
international zur Verfügung stehen.
Der Deutsche Feuerwehr
Verband (DFV) und die Vereinigung zur Förderung des deutschen
Brandschutz (vfdb), vertreten durch das Referat 8, werden die Tests
begleiten.
Team - Wer ist wie beteiligt, bzw. wer ist für was zuständig und wie erreichbar?
Leiter Auswertungsteam:
Dr. Hennes Obermeyer, Email: auswertung@feuerwehr.de
Auswertungsteam: Dipl.-Ing. Jochen Schaaf, FFB Karlsruhe
M.Sc. Andreas Weich
Dipl.-Ing. Josef Mäschle
Markus Held, Student SGA Hochschule Magdeburg-Stendal
Estrid Stoll, FF Oberteuringen
Es
werden noch weitere Teammitglieder für die Auswertung benötigt.
Interessierte Personen wenden sich bitte direkt an Dr. Hennes Obermeyer.
Leiter Organisation / Koordination: Michael Bleck, Email: orga@feuerwehr.de
Es werden noch Teammitglieder für die Organisation bzw. Durchführung benötigt. Interessierte Personen bitte bei mir melden.
Wann und Wo?
Um
Teilnehmern aus der ganz Deutschland die Teilnahme zu ermöglichen und
die Fahrtstrecken dabei in Grenzen zu halten, finden die Tests in
Karlruhe an der Forschungsstelle für Brandschutz und in Magdeburg am
IdF Heyrothsberge wechselweise statt:
1. 19. und 20.04.08 in Heyrothsberge 2. 26. und 27.04.08 in Karlsruhe 3. 03. und 04.05.08 in Heyrothsberge 4. 10. und 11.05.08 in Karlsruhe
Ein weiterer, noch zu benennender Termin, soll speziell für CSA-Träger anberaumt werden.
Wie werden die Tests durchgeführt, bzw. wie sehen die Testszenarien aus?
Zur
praktischen Durchführung benötigen wir die Unterstützung möglichst
vieler Atemschutzgeräteträger, die anden genannten Orten, unter
definierten, einsatznahen Bedingungen sich in der Rettung einer ca. 90
kg schweren Attrappe eines Atemschutzgeräteträgers versuchen.
Hierbei
können beliebige eigene Rettungsgeräte verwendet werden und / oder es
werden Rettungsgeräte gestellt. Bei der Vorgehensweise ist der
Sicherheitstrupp frei in seiner Entscheidung.
Es werden fünf Szenarien vorbereitet:
- AGT-Notfall in einer Fabrikhalle, Rettungsweg ebenerdig
- AGT-Notfall im ersten OG eines Bürogebäudes, Rettungsweg über Treppenabgang
- AGT-Notfall im Keller eines Wohnhauses, Rettungsweg über Treppenaufgang
- AGT-Notfall im 2. OG eines Wohnhauses, Rettungsweg über Steckleiter
- AGT-Notfall im 3.OG eine Wohnhauses, Rettungsweg über Drehleiter
In
jedem Szenario stehen für jeden Versuch ca. 15 Minuten Zeit zur Rettung
des Dummies zur Verfügung. Jeder Sicherheitstrupp führt an fünf
Szenarien jeweils zwei Versuche durch. Zwischen jedem Versuch gibt es
eine Regenerationspause. Für Verpflegung und ein interessantes
Rahmenprogramm während der Pausen wird gesorgt.
Weiterhin wird
natürlich für eventuelle medizinische Probleme Vorsorge betrieben: Ein
Notarzt und ein RTW zur Absicherung werden vor Ort sein.
Kosten - Sponsoring - Mittelverwaltung
Die nicht unerheblichen Kosten für die Durchführung der Testserie sollen durch Sponsoring gedeckt werden.
Alle
Teammitglieder arbeiten ehrenamtlich und erhalten keine Vergütung für
ihre Tätigkeit, lediglich die Fahrtkosten sollen ihnen billigerweise
ersetzt werden. Darüber hinaus entstehen Sachkosten für Material,
Verpflegung und Getränke, sowie Nebenkosten.
Es konnten bereits
einige namhafte Unternehmen aus dem Bereich Feuerwehrtechnik als
Sponsoren gewonnen werden, aber leider noch nicht genug.
Alle
Unternehmen die interessiert oder bereit wären hier bei dieser, für die
Einsatzkräfte der Feuerwehren wichtigen Untersuchung, als Sponsoren
unterstützend mitzuwirken, werden gebeten sich mit mir (per Mail an
orga@feuerwehr.de ) in Verbindung zu setzen um die Details eines
möglichen Sponsoring zu besprechen. Ein Sponsoring kann sowohl durch
einen Geldbetrag als auch durch logistische Unterstützung erfolgen.
Die
Verwaltung der Sponsorengelder erfolgt durch Jürgen Mayer von
www.feuerwehr.de. Zu diesem Zweck wird ein Sonderkonto eingerichtet
über welches die Gelder vereinnahmt und die Kosten beglichen werden.
CSA-Träger
CSA-Träger
die in Notlage geraten sind ein Sonderfall, sowohl mengenmäßig als auch
mit Blick auf die Notwendigkeiten bei den Rettungsmaßnahmen. Hierzu
wird ein eigenständiger Test zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.
Aufruf zur Teilnahme
Die
Ergebnisse dieser Testreihe können in Zukunft maßgeblich dazu beitragen
die Chancen zur Rettung und damit letzlich die Überlebenschancen
verunfallter Atemschutzgeräteträger zu erhöhen.
Deshalb meine / unsere Bitte: Beteiligt Euch aktiv an dem Vergleichstest!
Helft uns bitte dieses Projekt im Interesse aller Atemschutzgeräteträger erfolgreich zu gestalten.
Insbesondere
Wehrführer / Kommandanten werden gebeten entweder entsprechende Trupps
zu schicken oder, falls einzelne FA daran teilnehmen möchten, diesen
die Teilnahme zu genehmigen und die Erlaubnis zur Nutzung von PSA, PA
und sonstigen Geräten zu erteilen.
Wir brauchen möglichst viele Atemschutzgeräteträger (pro Testtag ca. 120!) die:
- mit Ihrer eigenen PSA, - Ihren eigenen PA und - falls vorhanden, mit der in Ihrer Wehr üblichen Ausstattung des Sicherheitstrupps, insbesondere Transportmittel - mit gültiger Bescheinigung nach G26.3 - mit persönlichem Atemschutznachweis gemäß FwDV 7, gegebenenfalls ersatzweise eine entsprechende Bestätigung der Wehrleitung - in guter gesundheitlicher Verfassung (eine entsprechende Erklärung ist vor Testbeginn abzugeben)
zu den Tests erscheinen und aktiv als Sicherheitstruppmitglieder daran teilnehmen.
Welche Atemschutzgeräteträger können / sollen teilnehmen?
Um
einen repräsentativen Querschnitt durch die Personalprofile innerhalb
der Wehren zu erreichen kann jeder atemschutztaugliche
Feurwehrangehörige mit abgeschlossenem Atemschutzlehrgang teilnehmen.
Anmeldung zur Teilnahme
Die Anmeldung zur Teilnahme auf zwei Wegen erfolgen:
Für einzelne Personen, bzw. Forums-User:
Für Wehren / Gruppen, bzw. nicht im Forum angemeldete User:
Gruppenanmeldungen können per email an praxistest@feuerwehr.de erfolgen. Bitte die Namen aller Teilnehmer benennen.
Verbindlichkeit der Anmeldung:
Bitte
meldet Euch nur an wenn die Teilnahme ernsthaft beabsichtigt ist! Wir
müssen uns aus Gründen der Planungssicherheit möglichst darauf
verlassen können das gemeldete Teilnehmer am jeweiligen Termin auch
erscheinen. Natürlich kann eine kurzfristige Erkrankung - insbesondere
bei dieser Veranstaltung - ein Verhinderungsgrund sein. Dies sollte
aber der einzige Grund für eine kurzfristige Absage sein. Wir bitten
hier um entsprechende Beachtung und Verständnis.
Weitere Fragen?
Für
Fragen stehe ich Euch gerne per Email unter orga@feuerwehr.de zur
Verfügung oder auch telefonisch, Montags bis Freitags, von 09.00 Uhr
bis 18.00 Uhr, unter 0171-6229928.
Mit kollegialen und kameradschaftlichen Grüßen
Michael Bleck

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