Profis der Chemie-Werkfeuerwehren wieder häufiger im Einsatz

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Landkreis Emsland
ACHTUNG Korrektur Durchwahl Bürgertelefon (Neu: -5701, -5702) - Moorbrand an der WTD - Katastrophenfall
AMTLICHE VERLAUTBARUNG FÜR DEN LANDKREIS EMSLAND
Aufgrund des Moorbrandes, der Wetterprognose und der sich derzeit verschärfenden Lage hat die Katastrophenschutzbehörde Landkreis Emsland in enger fachlicher Abstimmung mit dem Niedersächsischen Innenministerium um 9.40 Uhr den Katastrophenfall ausgerufen. Die Mitarbeiter im Krisenstab stehen dabei im Austausch mit den Einsatzkräften vor Ort und beobachten die derzeitige Situation auf dem Gelände der WTD und im Umfeld sehr genau.
Die Notwendigkeit einer vorsorglichen Evakuierung der Ortschaften Klein Stavern und Groß Stavern kann daher nicht mehr ausgeschlossen werden.
Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stavern (Ortschaften Groß Stavern und Klein Stavern) sind aufgefordert, sich grundsätzlich auf eine eventuelle Evakuierung vorzubereiten. Bitte informieren Sie Ihre Nachbarn, insbesondere ältere und ausländische Personen.
Sollte es zur Evakuierung kommen, würden zeitnah Sammelplätze und Unterbringungsmöglichkeiten eingerichtet und kommuniziert. Auch das eigenständige Verlassen der Gemeinden ist dann möglich.
Die Bevölkerung wird gebeten, Ruhe zu bewahren.
Nutzen Sie die Notrufnummern nur im Notfall. Bei der Katastrophenschutzbehörde Landkreis Emsland wurde ein Bürgertelefon mit der Telefonnummer: 05931 44-5701, -5702, -1431 eingerichtet.
Ende der amtlichen Mitteilung.
Warnzentrale Niedersachsen
21.09.2018 18:16

Warnung Trinkwasserverunreinigung
"Im Versorgungsbereich der Marktgemeinde Diedorf wurden Keime im Trinkwasser festgestellt. Das Trinkwasser (Wasser für den menschlichen Gebrauch) im gesamten Gemeindegebiet des Marktes Diedorf (Diedorf mit den Ortsteilen, Kreppen, Biburg, Willishausen, Oggenhof, Hausen, Anhausen, Lettenbach) muss daher bis auf Weiteres abgekocht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Marktgemeinde Diedorf."
Integrierte Leitstelle Augsburg
04.08.2018 19:08


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Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem TUIS: Bilanz 2017

Profis der Chemie-Werkfeuerwehren wieder häufiger im Einsatz

  • Zahl der technischen Hilfeleistung fast verdoppelt
  • Know-how und Spezialgerät von TUIS 31 Mal im Ausland eingesetzt

Die professionelle Hilfe des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems (TUIS) der deutschen chemischen Industrie ist wieder stärker gefragt: 2017 leisteten die TUIS-Werkfeuerwehren bei Transportunfällen mit Chemikalien exakt 926 Mal bundesweit freiwillige Hilfe. Das ist ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 636 Einsätzen.

Auch im Ausland unterstützten die TUIS-Experten die öffentlichen Gefahrenabwehrkräfte. Dies geht aus der aktuellen Einsatzstatistik des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor. Peter Schäfer, Vorsitzender des TUIS-Arbeitskreises im VCI, betont: „Für die Chemie-Werkfeuerwehren ist es selbstverständlich, dass wir im Notfall unsere Expertise zur Verfügung stellen, sofort Informationen liefern und technische Hilfe leisten. Das verstehen wir unter verantwortlichem Handeln.“

Vor allem die telefonischen Beratungen (Stufe 1) und die technische Hilfe (Stufe 3) legten 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu: Die Stufe-1-Einsätze stiegen von 554 Fällen 2016 auf 807 Fälle. 90 Mal sind Werkfeuerwehrmänner 2017 mit ihrem Spezialgerät (Stufe 3) ausgerückt. Das ist nahezu doppelt so häufig wie 2016 (46 Mal). Zurückgegangen sind dagegen die Beratungen vor Ort (Stufe 2): 2017 waren es 29, ein Jahr vorher 36 Fälle.

Die öffentlichen Helfer fragten besonders bei Vorfällen in Lägern und in Anlagen nach telefonischem Rat oder forderten technische Hilfe an. Das betraf rund die Hälfte der Einsätze. Bei etwa einem Drittel der Stufe-1- und Stufe-3-Einsätze ging es um Transportunfälle auf Straßen. Bei der Fachberatung vor Ort (Stufe 2) dominierten mit 45 Prozent ebenfalls Läger und Anlagen.

In 31 Fällen unterstützten TUIS-Fachleute tatkräftig Feuerwehren und Polizei im Ausland. Ein Einsatz führte die Spezialisten der Chemie-Werkfeuerwehren beispielsweise bis ins ungarische Tuzser an der Grenze zur Ukraine. Dort füllten die Werkfeuerwehrmänner ein unter Druck verflüssigtes Gas um. Dabei nutzten sie ein speziell entwickeltes Notumschlagsystem. Der Einsatz dauerte insgesamt fünf Tage.

Zu TUIS zählen rund 130 Werkfeuerwehren und Spezialisten der chemischen Industrie. Seit 1982 leistet dieses Netzwerk bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in Deutschland per Telefon oder am Unfallort fachliche Hilfe. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr. Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS-Werkfeuerwehren kostenlos telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern.

VCI

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2017 über 195 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 453.000 Mitarbeiter.



Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI)
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