Neueröffnung: Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum Fellbach

Seit über 20 Jahren sammeln Werner Baller und Hans Bühler vom DRK Ortsverein Fellbach Funksprechgeräte, Funkmeldeempfänger und Fernmeldegeräte, die beim Roten Kreuz im Einsatz waren. Von den ersten Geräten aus den 50-ziger Jahren bis hin zu den noch heute verwendeten Funksprechgeräten und Funkmeldeempfängern konnte mittlerweile eine Sammlung von über 650 Einzelgeräten zusammengetragen werden. Es handelt sich hierbei um die gleichen UKW-Funksprechgeräte, die bei den anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst,  THW usw. Verwendung fanden.

Der Gedanke zu einem Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum wurde von den beiden nach einer Ausstellung der vorhandenen Gerätesammlung im Rathaussaal der Stadt Fellbach, anlässlich des 75-jährigen Bestehens des DRK-Ortsvereins Fellbach (2000), gefasst. Dort konnte erstmals die fast vollständige Gerätereihe der Funkanlagen von 1952 bis heute gezeigt werden. Die Präsentation stieß insbesondere beim fach- und sachkundigen Publikum auf große Anerkennung.

Das Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum Fellbach mit seinen zwei Ausstellungsräumen und einem großen Eingangsbereich wurden von Werner Baller und Hans Bühler in fünfjähriger Bau- und Einrichtungszeit gestaltet. Im ersten Ausstellungsraum sind  alle Geräte und deren technischen Entwicklung vom Röhrenfunksprechgerät über die Transistorentechnik bis hin zu den Geräten mit integrierten Schaltkreisen chronologisch aufgebaut. Darunter die ersten röhrenbestückten Funksprechgeräte der Sicherheitsbehörden, wie zum Beispiel das Tornisterfunksprechgerät FuG 1 (1952) oder das Handsprechfunkgerät FuG 6 (1955).  Auf Informationstafeln wird über die Einführung des Sprechfunks für den Unfallrettungsdienst und Krankentransport beim Roten Kreuz im Jahr 1957 und deren weitere Entwicklung informiert.

Im zweiten Ausstellungsraum befinden sich Gerätereihen von tragbaren Funksprechgeräten und Fahrzeugfunkanlagen. Teile der ehemaligen Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Rems-Murr mit Dokumentationsanlage, Schreibtelefon und Fernschreiber sind ebenso aufgebaut, wie die Nachbildung der Funkanlage für den DRK-Krankentransport im Kreis Waiblingen um 1960. Weitere Schwerpunkte sind die Funk-Relaisstellentechnik und die Funkalarmierung, die praktisch demonstriert werden können. Die Gerätschaften der DRK- eigenen Fernmeldezügen mit den dazugehörigen Fernsprechvermittlungen können ebenso besichtigt werden, wie die erste Hausnotrufzentrale mit dazugehörenden Notrufgeräten des DRK Kreisverbandes Rems-Murr e.V.

An 14 Schautafeln im Eingangsbereich ist eine kleine Chronologie der Entwicklung des UKW-Sprechfunks von 1940 bis 2000 anhand von Bildern und Schriften zu sehen. Diese Schautafeln wurden von uns für die Ausstellung im Rathaussaal angefertigt und ins Museum übernommen. Funkantennen für Feststationen und Relaisfunkstellen sind ebenfalls zu sehen.

Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Einführung des Digitalen Sprechfunks für die Sicherheitsbehörden dürfte dieses Museum  eine Dokumentation über die dann „alte analoge Funktechnik“ beim Roten Kreuz und den anderen Diensten darstellen.

     




Informationen über das Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum:


Anfragen zu Führungen und Öffnungszeiten: Info@funkmuseum-Fellbach.drk.de

Telefon: DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V.  07151 / 2002-0

Anschrift:
Rotkreuz-Zentrum Fellbach, Ringstr. 7, 70736 Fellbach. (Zugang über den Hof)




Hans Bühler
Jahrgang 1946
Ehrenamtlich seit 1958 im Roten Kreuz
Hauptamtlich seit 1965 beim DRK
Hausnotruf- und Mobilrufbeauftragter beim DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V.

 
Werner Baller
Jahrgang 1955
Ehrenamtlich seit 1967 im Roten Kreuz
Hauptamtlich seit 1974 beim DRK-Rettungsdienst
Stellvertretender Rettungsdienstleiter und Leiter der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Rems-Murr in Waiblingen

14.04.2006

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