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Viel geschätzte Feuerwehr
Mit
einem Durchschnittswert von 3,6 verbucht die Feuerwehr über alle Länder
hinweg das meiste Vertrauen, gefolgt von der Post und der Polizei mit
jeweils einem Indexwert von 2,9 beziehungsweise 2,8. Danach folgen
Umweltschutzorganisationen, Richter und inländische
Wohltätigkeitsorganisationen. Die letzen drei Plätze beim
Vertrauensindex belegen Beamte, Bankangestellte und Gewerkschaften, so
die Ergebnisse von GfK Custom Research. Der GfK-Vertrauensindex basiert
auf einer Werteskala von 1 "misstraue sehr" bis 4 "vertraue sehr". 94
Prozent der Befragten vertrauen der Feuerwehr. Davon sagen zwei Drittel
sagen sogar, dass Sie der Feuerwehr sehr vertrauen. Damit stellen die
Feuerwehrleute in jedem Land die vertrauenswürdigste Berufsgruppe dar.
Auf Rang zwei folgt – bereits mit deutlichem Abstand – die Post. Im
Länderdurchschnitt vertrauen drei Viertel aller Menschen ihrem
Postdienstleister, besonders in Zentral- und Osteuropa. In
Westeuropa landet die Post auf Rang 3. Auf Platz 2 rangiert dort die
Polizei. Insgesamt 72 Prozent der Westeuropäer geben an, dass sie der
Polizei vertrauen – das sind zwei Prozentpunkte mehr als die Post
erzielen konnte. Eine Ausnahme stellt Griechenland dar: Hier bekunden
nur rund 40 Prozent der Polizei ihr Vertrauen, die Mehrheit zeigt sich
misstrauisch. In Zentral- und Osteuropa ist das Image der Polizei in
allen Ländern generell etwas schlechter, aber immer noch positiv: Rund
jeder Zweite stuft die polizeiliche Organisation im Land als
vertrauenswürdig ein. Auch das
Image von Umweltschutzorganisationen ist tendenziell gut. Rund 60
Prozent der Befragten sprechen ihnen ihr Vertrauen aus. Lediglich in
Ungarn liegt dieser Wert unter 50 Prozent, in Griechenland und
Großbritannien bei rund 50 Prozent. Das meiste Vertrauen schenken den
Umweltorganisationen die Türken, Polen und Rumänen. Während
die anderen Berufsgruppen tendenziell Vertrauen genießen, sind es unter
den neun betrachteten Berufsgruppen die Gewerkschaften, denen am
wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird: Insgesamt haben 58 Prozent
der Europäer und Amerikaner kein Vertrauen in ihre gewerkschaftlichen
Organisationen. Von diesen wiederum sagt in etwa ein Viertel der
Befragten, dass sie den Gewerkschaften sehr misstrauen. Allen voran
äußern sich die Bulgaren, Italiener, Ungarn und Griechen kritisch: Bei
mehr als 70 Prozent der Befragten hat diese Berufsgruppe ein schlechtes
Ansehen. Es gibt aber auch Länder, in denen die Gewerkschaften
mehrheitlich geschätzt werden: In den Niederlanden spricht ihnen 71
Prozent der Bevölkerung ihr Vertrauen aus, in der Schweiz, in Schweden,
der Türkei, Belgien, Spanien und Polen tun es rund die Hälfte. Das
Vertrauen gegenüber Richtern, inländischen
Wohltätigkeitsorganisationen, Beamten und Bankangestellten schwankt
zwischen den einzelnen Ländern, insgesamt hat aber über die Hälfte ein
positives Bild. Bei den Richtern zeigt sich im Ländervergleich
allerdings ein gemischtes Bild: Während die Mehrheit der Westeuropäer
und Amerikaner – hier sind es sogar 66 Prozent – den Richtern vertrauen
sind es in Zentral- und Osteuropa nur 49 Prozent. Besonders wenig
vertrauenswürdig erscheint diese Berufsgruppe den Bulgaren, Italienern
und Griechen. Überdurchschnittlich hohes Ansehen genießen sie hingegen
bei den Schweden, Niederländern, Türken, Schweizern, Österreichern und
Deutschen. Der Wert des
GfK-Vertrauensindex der inländischen Wohltätigkeitsorganisationen
beträgt wie der der Richter 2,6 und ist ebenfalls tendenziell positiv.
Allerdings erscheinen diese Verbände mit 62 Prozent den Zentral- und
Osteuropäern vertrauenswürdiger als den Westeuropäern und den
Amerikanern, bei denen dieser Wert 55 beziehungsweise 57 Prozent
beträgt. Vor allem die Schweizer, Polen und Türken schätzen ihre
wohltätigen Einrichtungen sehr. Beamte
genießen in Westeuropa mit 53 Prozent und in den USA mit sogar 63
Prozent mehrheitlich das Vertrauen der Bürger. In Zentral- und
Osteuropa liegt dieser Wert bei 48 Prozent, wobei hier vor allem in
Ungarn und Bulgarien die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes kritisch
gesehen werden: 73 Prozent der Ungarn und 62 Prozent der Bulgaren
äußern Misstrauen, davon sind wiederum ein Drittel sogar sehr
misstrauisch. In Westeuropa ist ein vergleichbar negatives Bild der
Beamten nur in Griechenland und Italien zu finden. Bei
den Vertretern von Banken zeigt sich ebenfalls kein einheitliches Bild.
In etwa die Hälfte vertraut ihnen, wobei sie bei manchen Landsleuten
besonders viel Vertrauen genießen: Über 80 Prozent der Schweden und
Niederländer sowie mehr als 70 Prozent der Schweizer und Deutschen
halten Bankangestellte für vertrauenswürdig. Hingegen gibt es ebenso
viele Italiener, die kein Vertrauen in die Banken haben. Aber auch die
Ungarn, Spanier, Russen und Franzosen äußern sich überdurchschnittlich
negativ. Mit
dem GfK-Vertrauensindex ermittelte die GfK Custom Research im Herbst
2007 das Vertrauen der Bürger in folgende neun Berufsgruppen und
Organisationen: Bankangestellte, Beamte, Feuerwehr, Gewerkschaften,
Inländische Wohltätigkeitsorganisationen, Polizei, Post, Richter und
Umweltschutzorganisationen. Für den diesjährigen Vertrauensindex hat
die GfK Custom Research mit finanzieller Unterstützung des GfK-Nürnberg
e.V. im September und Oktober 2007 insgesamt 19.980 Personen in 19
europäischen Ländern sowie in den USA befragt. 12.01.2008
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© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer
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