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Die Feuerwehr hilft - Allen!
Der Großbrand in Ludwigshafen mit 9 Toten und über 60 Verletzen hat
bundesweit bei Feuerwehrangehörigen Trauer über die Opfer und eine
tiefe Anteilnahme für die Angehörigen ausgelöst. Auch fühlen wir mit
den Einsatzkräften vor Ort mit, die unter äußerst belastenden
Bedingungen das Möglichste gegeben haben und unter großer
Eigengefährdung retteten, was zu retten war.
Die von türkischen Politikern und Medien geäußerten Vorwürfe, die
Feuerwehr hat nicht energisch oder schnell genug gehandelt, ruft tiefes
Unverständnis und Befremden bei den Feuerwehren hervor.
Die Feuerwehren sind ihrer Tradition und dem Grundgesetz nach
verpflichtet, Hilfe ohne Ansehen der Person zu leisten und haben dies
in unzähligen Brand- und Rettungsdiensteinsätzen auch bewiesen. Jeder
Feuerwehrangehörige trainiert und übt intensiv für den Ernstfall,
ferner wird ab dem ersten Notruf jeder Einsatz genaustens dokumentiert
- absichtliche Verzögerungen von Einsätzen, wie sie hier unterstellt
werden, sind aus diesen Gründen undenkbar.
Bei dem Brand in Ludwigshafen trafen nur zwei Minuten nach dem Notruf
die ersten Einsatzkräfte einer Freiwilligen Feuerwehr, die zufällig in
der Nähe war, um den Faschingszug abzusichern, an der Einsatzstelle
ein. Drei Minuten später waren die ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr
vor Ort, sie unterstützen sofort die bereits angelaufenen
Rettungsarbeiten. Feuerwehrleute retteten zum Teil unter Lebensgefahr
47 Menschen aus dem brennenden Gebäude, insgesamt waren 500
Einsatzkräfte vor Ort, um den Opfern zu helfen.
Aus Anlass der Brände in Wohnhäusern in Ludwigshafen, Herne und
Backnang wird auf folgende Verhaltensregeln bei Bränden in
Mehrfamilienhäusern hingewiesen:
Wenn sie ein Feuer in ihrer Wohnung entdecken, verlassen sie diese mit
allen Bewohnern, schließen alle Türen und alarmieren sie die Feuerwehr.
Warnen sie alle Nachbarn und weisen sie die Feuerwehr ein.
Wenn ihnen die Flucht durch ein verqualmtes oder brennendes Treppenhaus
unmöglich ist, schließen sie die Tür zum Treppenraum, alarmieren sie
die Feuerwehr und machen sich am Fenster bemerkbar. Dichten sie die
Türen ggf. mit feuchten Handtüchern ab.
Im Vorfeld ist das Anbringen von Rauchmeldern im Treppenraum und in den Wohnräumen eine
wertvolle Hilfe, einen Brand möglichst früh zu entdecken, um sich noch
rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.
Generell ist das Lagern von brennbaren Gegenständen im Treppenraum
untersagt. Hier ist jeder Eigentümer und Mieter in der Pflicht, die
eigenen Fluchtwege möglichst frei von brennbarem Material zu halten.
Zudem sollten Keller- und Haustüren von außen verschlossen sein, um
potentielle Brandstiftungen zu vermeiden.
Halten sie gerade bei beengten Straßenverhältnisse Wege und Flächen für
die Fahrzeuge der Feuerwehr frei. Das typische Rettungsgerät der
Feuerwehr, die Drehleiter ist ein LKW mit bis zu 16 Tonnen Gewicht –
und neben dem Treppenraum der einzige Fluchtweg für vom Feuer und Rauch
eingeschlossene Personen. Aber eben nur, wenn die Drehleiter nah genug
an das Gebäude herankommt
08.02.2008

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