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Rundumversorgung für Raunheimer Feuerwehrleute
Raunheim (ddp-hes).
Feuerwehrmann im hessischen Raunheim müsste man sein. Oder werden -
dann käme man in den Genuss der zusätzlichen Altersvorsorge, welche die
14 000-Einwohner-Stadt am Main ihren Brandschützern künftig gewährt.
«Der Magistratsbeschluss ist gut und ungewöhnlich gewesen», sagt
Raunheims Brandmeister Klaus-Dieter Schwarz. «Und wir Feuerwehrleute
selbst haben den Stein ins Rollen gebracht.»
Denn wie in vielen anderen
Kommunen droht auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Raunheim das
Personal knapp zu werden. Zurzeit gehören ihr 56 Personen an und damit
exakt so viele, wie das Hessische Brand- und Katastrophenschutzgesetz
für eine Stadt dieser Größe vorschreibt. Doch tagsüber, wenn die
Pendler in Frankfurt oder Wiesbaden ihrem Beruf nachgehen, könnten
nicht alle im Alarmfall zur Einsatzzentrale eilen. Daher, sagt Schwarz,
brauche Raunheim deutlich mehr Feuerwehrleute.
Der Magistrat der
Stadt beschloss im Januar ein Maßnahmenpaket, das den jetzigen und
künftigen Brandschützern einen höheren Lebensstandard in Aussicht
stellt. «Für jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau schließt die
Kommune nun eine private Rentenversicherung ab», berichtet Oliver
Hartmann, Sicherheitsbereichsleiter der Raunheimer Stadtverwaltung. Wer
beispielsweise 25 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Raunheim Einsatz
zeigt, erwirbt sich damit eine Rentenanwartschaft von 120 Euro
monatlich. Allein diese Neuerung will sich die sechstgrößte Gemeinde
des Kreises Groß-Gerau jährlich rund 20 000 Euro kosten lassen.
Die
Stadt will auch den Familien der Feuererwehrleute das Leben
verschönern. Der Kindergartenbesuch wird bezuschusst, der Eintritt ins
Hallenbad und für den nahegelegenen Waldsee ist frei, und für
Häuschenbauer gibt es zinsgünstige Darlehen.
Feuerwehren haben
sich von Brandbekämpfern zu kommunalen technischen Einheiten gewandelt.
Die nötigen Ausbildungsseminare müssen meist an einem Samstag besucht
werden. «Heute brauchst du für alles einen Lehrgang», sagt
Stadtbrandinspektor Schwarz. Für ihre eigenen Beschäftigten hält die
Stadt Raunheim einen weiteren Bonus parat: Kommunale Angestellte, die
der Freiwilligen Feuerwehr angehören, bekommen zwei Tage Sonderurlaub
im Jahr.
«Das mit der Rente hört sich erstmal klasse an», sagt Schwarz.
«Doch
ich bleibe erstmal skeptisch.» Er wolle Ergebnisse der Werbemaßnahmen
abwarten. «Wenn ein Feuerwehrmann in eine andere Stadt umzieht, hat
sich das mit der Rente schon wieder erledigt.» Die Sorge um den
Nachwuchs beschäftigt Kommunen und Verbände seit Jahren. Der hessische
Landesfeuerwehrverband hat beispielsweise eine mehrsprachige Broschüre
herausgegeben, mit der Ausländerbeiräte angesprochen werden sollen.
Auch für Frauen sollen sich die Feuerwehren stärker öffnen.
Gesamter Bericht auf Nordhessen-News (nh24.de)
04.03.2009

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© www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer
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