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Haiti: Erstes Deutsches Rettungsteam in Port-au-Prince im Einsatz
Das für den medizinische und technischen Hilfseinsatz ausgerüstet Rettungsteam von @fire / MHW ist heute, den 16.01.09 gegen 16 Uhr unser Zeit (Ortszeit 10 Uhr) in Port-au-Prince eingetroffen. Es kam sofort zum Einsatz: Zurzeit ist das Team direkt in Port-au-Prince an der University of Caribia eingesetzt und die Rettungsarbeiten wurden aufgenommen.

Ein Nachbeben mittlerer Stärke ereignete sich im Laufe des frühen Abends, das gesamte Team ist wohlauf und das Beben wurde vor Ort kaum wahrgenommen. Das Team ist direkt am Flughafen untergebracht, der gut bewacht ist. Der Einsatz an der Universität erfolgt direkt unter Sicherung von UN Truppen. Einsatzleiter Jan Südmersen: „Für unsere Sicherheit wird gesorgt. So können wir jetzt schnell und sicher unsere Hilfe zum Einsatz bringen.“

Auf der Anreise wurde direkt in der Grenzstadt Jimani nach Abstimmung mit den UN Koordinierungskräften die Nacht verbracht. Dabei kam die medizinische Komponente des MHW mit dem begleitenden Arzt direkt zum Einsatz: Die Situation im nahe gelegenen Krankenhaus war sehr unübersichtlich, es wurden hunderte Verletzte aus Haiti dort hin transportiert. Da es an Anästhesisten fehlte, übernahm unser Arzt, der die entsprechende Fachausbildung besitzt die Nacht über diese Position. Es konnten so zwei Kinder operiert werden, deren Zustand lebensbedrohlich war.
„Als die zwei Kinder hier im Lager ankamen mit einer Teilamputation und einer tödlichen Wundinfektion, blieb nichts anderes übrig als die Not-OP einzuleiten. Mit gemeinsamen Kräften und unseren begrenzten Medikamenten haben wir es dennoch geschafft, die Kinder zu versorgen“, berichtet der Notarzt Carl Schick.
In Deutschland hat ein 7köpfiger Stab seine Arbeit seit Abflug des Teams aufgenommen. Es besteht ständiger Kontakt zum dem Einsatzteam, welches aus 22 Mitgliedern besteht, darunter 12 Spezialisten für die technische Ortung Rettung, ein Notarzt mit einem Assistenten Team sowie 4 Hunde mit den entsprechenden Hundeführern für die Biologische Ortung. Zusätzlich kommt vor Ort auch ein Bio-Radar zum Einsatz, welches mit den Spezialisten des I-LOV Forschungsprojektes besetzt ist. Dabei handelt es sich um den höchsten technischen Standard, der zurzeit im Bereich der technischen Ortung verfügbar ist.
@fire (www.at-fire.de) ist eine gemeinnützige Organisation und wurde 2002 gegründet. Die Aufgaben sind die überregionale Hilfe bei Katastrophen weltweit. So kam @fire unter anderem bei dem Tsunami in Thailand, bei dem Erdbeben in Pakistan und bei den verheerenden Waldbränden 2005 und 2006 in Portugal zum Einsatz. Alle Mitglieder bei @fire absolvieren ihren Dienst rein ehrenamtlich. Sie setzen sich aus Feuerwehrleuten, Rettungsdienstlern, Mitgliedern weiterer Hilfsorganisationen und aus anderen Fachbereichen zusammen.
@fire ist unter anderem Mitglied im MHW (www.mhw-deutschland.org) und im Zuge dieser Kooperation wird der Einsatz in Haiti gemeinsam durchgeführt.
@fire
Spendenkonto: 7010911 Sparkasse Lüneburg BLZ 240 50 110 Stichwort
„Hilfe für Haiti“
17.01.2010

Dazu auch die Diskussion im Feuerwehr-Forum:
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