29.01.2010

Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr macht zwei Einbrecher dingfest

Schwäbisch Gmünd-Bettringen - Einbruch ins Berufschulzentrum, eine halbe Hundertschaft Polizeibeamte, eine Gmünder Feuerwehr, die entscheidend mit Technik unterstützte, zwei Festnahmen und eine Menge an polizeilichen Folgeermittlungen - das ist die Bilanz eines Großeinsatzes an Mensch und Gerät, der bereits letzte Woche ablief.

Die Gmünder Bevölkerung wird seit einigen Monaten von Einbruchserien heimgesucht, die sich auf unterschiedlichste Objekte, von Firmen- und Gewerberäumen, über Gaststätten bis hin zu verschiedenen Schulen erstreckten.In der Zwischenzeit hatte die Gmünder Polizei personalintensive Maßnahmen ergriffen, um Täter auf frischer Tat anzutreffen, aber auch um mögliche Einbruchsobjekte zu schützen und Täter abzuschrecken. Diese Maßnahmen blieben auch nicht ohne jeden Erfolg, zuletzt konnten insgesamt vier Tatverdächtige nach zwei verschiedenen Einbrüchen in Gaststätten festgenommen werden. Allein der alles entscheidende Durchbruch in Richtung Serienaufklärung ist noch nicht erfolgt. Umso mehr war der Polizei heute Morgen die zusätzliche Motivation anzumerken.

Um 3.30 Uhr wurde die Gmünder Polizeiwache durch den Hausmeister des Kreisberufschulzentrums über seinen Verdacht informiert, dass in ein Gebäude des großen Schulkomplexes eingebrochen worden war und er den Verdacht habe, dass sich die Täter noch im Gebäude befinden. Alle polizeilichen Kräfte, die unmittelbar greifbar waren, wurden daraufhin an das Einbruchsobjekt entsandt. Als durch diese Polizeibeamten vor Ort festgestellt wurde, dass tatsächlich über ein Fenster der Zugang in ein Gebäude erzwungen worden war, wurden Verstärkungskräfte alarmiert und die Gmünder Feuerwehr zur Unterstützung angefordert. Über die angeforderte Drehleiter sollte gezielt der Fluchtweg übers Dach im Auge behalten werden können.Ursprünglich war hierzu der Polizeihubschrauber angefordert worden, der darüber hinaus mit einer Wärmebildkamera auch möglicherweiseflüchtende Täter hätte verfolgen können. Der konnte jedoch wegen des Nebels in Stuttgart nicht starten. Doch auch die Feuerwehr verfügt über eine Wärmebildkamera, an sich zwar zu anderen Zwecken, die jedoch kurzerhand zweckentfremdet zur Absuche des Daches eingesetzt wurde und auch prompt diesen Zweck erfüllte. Schon nach kurzer Nachsuche konnte eine Person auf dem Dach ausfindig gemacht und nach einem kurzen Fluchtversuch auch festgenommen werden. In der Zwischenzeit hatten sich knapp 50 Polizeikräfte eingefunden. Das Gros stellte das Polizeirevier Schwäbisch Gmünd, Unterstützung aus dem Ostalbkreis bekam man aus Aalen und Ellwangen, sowie von der Verkehrspolizei und den Polizeihundeführern. Zusätzliche Unterstützungskräfte erhielt man aus den Nachbardirektionen Waiblingen und Göppingen, sowie der Bereitschaftspolizei. Mit diesen Kräften wurde nun begonnen, die weitläufigen Flächen des Schulzentrums nach weiteren Tätern abzusuchen. Auch die Außensuche ging parallel dazu weiter und so konnte kurze Zeit später aus dem Ausguck der Drehleiter eine zweite Person auf dem Dach entdeckt und anschließend festgenommen werden.

Da die Dauer der Durchsuchungsmaßnahmen zunächst deutlich in den Schulbeginn hineinzuragen drohten, wurden gemeinsam mit der inzwischen ebenfalls eingetroffenen Schulleitung Überlegungen angestellt, wie man die etwa 3000 kurz vor acht erwarteten Schüler unterbringen könnte. Kurz vor acht waren allerdings pünktlich etwa 90 Prozent aller Räumlichkeiten durchsucht und der Schulbetrieb konnte nahezu ungestört aufgenommen werden.

Die Nachsuche der Polizei hatte ergeben, dass die Einbrecher lediglich ins Sekretariat der gewerblichen Schule eingebrochen waren und dann aber wohl durch die Anwesenheit der Polizei gestört wurden und aufs Dach flüchteten. In den Sekretariatsräumen hatten sie bis dahin mehrere Schränke aufgebrochen, wohl aber noch nichts erbeutet.

Bei den Festgenommenen handelte es sich um zwei 21 und 22 Jahre alte Männer, die nach bisherigen Erkenntnissen aus dem Raum Schwäbisch Gmünd stammen. Derzeit sind die polizeilichen Ermittlungen in vollem Gange, die vor allem darauf abzielen, Hinweise darüber zu bekommen, ob die beiden Tatverdächtigenauch für andere Einbrüche verantwortlich sind.

Während die Polizei voll des Lobes war, für die bahnbrechende Unterstützung der Feuerwehr, ohne deren technische Unterstützung die Festnahmen zumindest wesentlich erschwert worden wären, zeigte sich der Schulleiter der gewerblichen Schule von der Schnelligkeit des Eintreffens der Polizei und der erkennbaren Effektivität des Einsatzverlaufes tief beeindruckt.

Letztlich war es aber ganz sicher ein sehr gutes Zusammenspiel unterschiedlich beteiligter Behörden, die diesen Festnahmeerfolg ermöglichten. Die weiteren Ermittlungen der Polizei werden nun zeigen, ob man der Bevölkerung wieder ein Stück Sicherheit zurückgeben kann, weil den Tatverdächtigen vielleicht neben einer einzelnen Tat auch andere, noch offene Einbrüche angelastet werden können.

Pressemitteilung PD Aalen, Markus Weber

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