05.02.2010

Bundesinnenminister bietet Luftversorgung für Hiddensee an

Auf Bitten der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und der betroffenen Kommunen unterstützt das  Bundesinnenministerium mit Hilfe von Bundespolizei-Hubschraubern die Menschen auf der von der Außenwelt abgeschnittenen Insel Hiddensee. Die Flüge beginnen, sobald das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Versorgungsmaschinen anfordert.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erklärte dazu: "Unsere Hubschrauber stehen bereit und können innerhalb kürzester Zeit auf der Ostsee-Insel sein. Wir haben selbstverständlich sofort zugesagt, dass wir alles Lebensnotwendige wie Medikamente und Lebensmittel mit Hubschraubern der Bundespolizei nach Hiddensee fliegen. Wir wollen den Menschen helfen und mit dafür Sorge tragen, dass sich die Lage auf der Insel ein wenig entspannt."

Auf der Insel Hiddensee sind aufgrund der winterlichen Witterung fast 1000 Personen seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten, weil der Fährverkehr zur Insel eingestellt werden musste. Selbst ein Eisbrecher bewältigte die Schnee- und Eismassen der Ostsee nicht. Die Insel Hiddensee ist daher nur noch über den Luftweg zu erreichen.

Mit mindestens zwei Hubschraubern des Typs Super Puma werden Bundespolizisten daher voraussichtlich ab Dienstag nächster Woche wöchentlich circa 25 Tonnen Versorgungsgüter auf die Insel fliegen.

Der Bundespolizei stehen 40 Transporthubschrauber zur Verfügung. Bundespolizeihubschrauber werden im täglichen Dienst zur polizeilichen Überwachung der Land- und Seegrenzen sowie der Bahnstrecken, zur Überwachung und Kontrolle des Seeverkehrs sowie zur Ermittlung bei Straftaten gegen die Umwelt (z.B. Einleiten von Schadstoffen) über der Nord- und Ostsee eingesetzt.

Bundesministeriums des Innern / Bild: BMI/Hans-Joachim M. Rickel


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