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80-Jähriger setzt Anwesen in Brand und bedroht Feuerwehr mit Schusswaffe
Rund 150.000 Euro Sachschaden entstanden am Freitagvormittag beim Brand einer Scheune und eines Wohnhauses in Ebing. Nach ersten Ermittlungen der Kripo Bamberg, hatte der 80-jährige Hausbesitzer das Feuer selbst gelegt.
Kurz nach 9 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale Oberfranken die ersten Mitteilungen ein, dass in dem dichtbebauten Ort eine Scheune und ein angrenzendes Wohnhaus in Flammen stehen. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte, wurden diese vom 80-jährigen Hausbesitzer mit einer Schusswaffe bedroht. Durch das besonnene Verhalten der überraschten Feuerwehrmänner gelang es ihnen, den Mann soweit zu beruhigen, dass sie weitere Kräfte nachalarmieren konnten. Aufgrund der Bedrohungslage wurde deshalb ein Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Nürnberg und speziell geschulte Beamte der Verhandlungsgruppe der oberfränkischen Polizei hinzugezogen, die regelmäßig bei solchen Einsatzsituationen alarmiert werden. Den Polizeikräften gelang es, den Hausbesitzer, der sich in seinem Wohnhaus verbarrikadiert hatte, nach zweistündigen Verhandlungen zu überwältigen und festzunehmen. Er blieb soweit unverletzt, wurde jedoch vorsorglich mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Die rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst hatten den Brand rasch unter Kontrolle und konnten so ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Dennoch wurde die Scheune vollends ein Raub der Flammen, das Wohnhaus wurde im Inneren stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die ersten Ermittlungen der Kripo Bamberg ergaben, dass der Mann das Feuer selbst gelegt hatte. Die Hintergründe für seine Tat dürften in familiären Streitigkeiten zu finden sein. Woher der 80-Jährige die Kleinkaliberwaffe hat, muss noch geklärt werden.
03.09.2010
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Polizei Bayern, Präsidium Oberfranken |
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