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13.05.2010 06:28

Halle/Saale Thüringer Str.

Sachsen-Anhalt

Großbrand

Großbrand

Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 06:28 Uhr

In den frühen Morgenstunden kam es in der Nähe vom Thüringer Bahnhof zu einem Großbrand. Gegen 03:45 Uhr erreichten mehrere Notrufe das Einsatzleitzentrum. Die diensthabenden Disponenten alarmierten den Löschzug der Feuerwache Süd, den Einsatzleitdienst sowie mehrere freiwillige Feuerwehren. Der Einsatzleiter der Südwache konnte bereits auf der Anfahrt bis zu 15 m hohe Flammen erkennen und meldete diese in einer „Lage auf Sicht“. Wenige Minuten später waren die ersten Kräfte der Feuerwehr Halle (Saale) vor Ort. Der Einsatzleiter führte mit mehreren Gruppenführen eine erste Lageerkundung durch. Der Dachstuhlbereich eines leerstehenden Industriegebäudes brannte in voller Ausdehnung. Alle möglichen Zufahrtswege waren blockiert. Während der Lageerkundung kam es zu mehreren gewaltigen Deckendurchbrüchen.

Explosionsartig breitete sich Flugfeuer bis zu einer Entfernung von ca. 150 m aus. Es bestand die Gefahr, dass sich weitere Brandherde im Außenbereich entwickeln. Die Einsatzleitung ordnete die Kräfte und Mittel in 2 Abschnitte. Eine ausreichende Wasserversorgung musste über eine lange Wegestrecke aufgebaut werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr verschafften sich mit hydraulischen Rettungsgeräten und Kettensägen gewaltsam mehrere Zugänge zum dem betroffenem Bereich. Ein Innenangriff war aufgrund der Intensität des Brandes und der damit verbundenen Einsturzgefahr nicht möglich. Der Einsatzleitung standen mehrere Dreheleiten zur Brandbekämpfung zur Verfügung. Es konnte jedoch aufgrund fehlender Zufahrten nur eine Drehleiter eingesetzt werden. Die Brandbekämpfung wurde mit 4 Monitoren (Wasserwerfer) und 4 B – Rohren aufgenommen. Erst nach ca. 15 min konnte eine erste Löschwirkung beobachtete werden. Mehrere Trupps wurden eingesetzt, um den Außenbereich des Geländes auf Personen zu kontrollieren. Der Einsatzleiter beobachtete den Gefahrenbereich und konnte eine Neigung im Giebelbereich des Gebäudes erkennen. Über Funk wurden alle Einsatzkräfte über die Einsturzgefahr gewarnt. Erst nach ca. 2 Stunden war eine deutliche Löschwirkung zu erkennen. Die Restlöscharbeiten sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.


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