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08.02.2013 15:00

Bergisch Gladbach Rheinisch-Bergischer Kreis

Nordrhein-Westfalen

Kohlenmonoxyd in der Wohnung

Zwei Personen mußten am Freitagnachmittag wegen des Verdachts auf eine Kohlenmonoxyvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Eine Frau rief den Notruf der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises an und klagte über plötzliche Übelkeit und allgemeinen Unwohlsein, worauf umgehend ein Rettungswagen und der Notarzt alarmiert wurde.

Als die Rettungsdienstbesatzung die Wohnung betrat reagierte umgehend das mitgeführte CO-Warngerät, was auf eine überhöhte Konzentration von Kohlenmonoxyd, einem nicht riechbaren und sichtbaren, jedoch sehr giftigen Gas hinwies. Während die Bewohnerin und Ihr Sohn im Rettungswagen medizinisch versorgt wurden, traf die nachalarmierte Feuerwehr ein, um weitere Messungen in der Wohnung unter schwerem Atemschutz durchzuführen. Dabei konnten jedoch keine weiteren Werte in der inzwischen gut gelüfteten Wohnung ermittelt werden.

Der dazugezogene Bezirksschornsteinfeger kontrollierte die Gastherme in der Wohnung auf einen eventuellen Defekt und konnte nach kurzer Zeit die Ursache der vorheriegen Gaskonzentration ermitteln.

Grund dafür war die Abzugshaube in der Küche. Diese sorgte nämlich dafür, dass aufgrund der geschlossenen Fenster in der Wohnung während des Betriebes, die Zuluft aus der Abluftöffnung der Gastherme im Badezimmer angesaugt wurde. Da sich die Bewohnerin zu diesem Zeitpunkt selbst im Bad befand und die Therme lief, erhöhte sich die Kohlenmonoxydkonzentration im Bad, da sie wegen des leichten Unterdruckes in der Wohnung nicht mehr über das Abgasrohr ins Freie geführt werden konnte.

Die Feuerwehr rät insbesondere Wohnungseigentümer und Mieter bei denen sich die Gastherme in der Wohnung befindet, bei Betrieb der Dunstabzugshaube mit Abluft ins Freie, ein Fenster in der Küche während des Betriebes zu öffnen. Um das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung nicht einzugehen, ist für stets ausreichenden Frischluftnachschub zu sorgen. Die Ideale Lösung bietet ein Fensterkontaktschalter. Der Kontakt-Schalter, der am Fenster montiert ist, gibt den Arbeitsstrom zur Dunstabzugshaube nur dann frei, wenn das Fenster geöffnet ist.

Informieren Sie sich diebezüglich bei Ihrem Schonsteinfeger oder einem Heizungsinstallateur.

Eingesetzte Einheiten: Wache Nord, Einsatzführungsdienst

Personalstärke:
5 Hauptamtliche Kräfte
5 Rettungsdienst


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