banner

04.12.2016 14:28

Hattingen Ennepe-Ruhr-Kreis

Nordrhein-Westfalen

Person im Aufzug - Aufwändige Personenrettung am Hochofen

Zu einem nicht alltäglichen Hilfeleistungseinsatz rückte die Hattinger Feuerwehr heute um 14.28 Uhr aus. Das Alarmstichwort "Person im Aufzug" klang zunächst nach einem Routineeinsatz.

Vor Ort stellte sich heraus, dass die Seile des Aufzugs am Hochofen des LWL Industriemuseums gerissen waren. Die Notfalleinrichtung löste aus und bremste die Kabine sofort. Diese stecke in ca. 15 Metern Höhe zwischen zwei Etagen fest. Die Person im Aufzug war ansprechbar und nach eigener Auskunft unverletzt.

Da laufend Sichtkontakt bestand, übernahm der Rettungsdienst zunächst die Betreuung des Herrn im Aufzug. Die weitere Rettung gestaltete sich als sehr kompliziert da die Kabine nicht mehr bis zur nächsten Ebene bewegt werden konnte.

Zum Glück befand sich vor der Aufzugskabine eine Quertraverse. Auf dieser konnten die Einsatzkräfte mit vorhandenen Gerüstplanken einen Behelfssteg bauen. Hierzu wurden die Rettungskräfte zunächst gegen Absturz gesichert. Zwei Etagen über der eigentlichen Einsatzstelle wurden Bleche aus dem Boden entfernt um die Sicherungsleinen nach unten zu führen. Parallel dazu trugen die Einsatzkräfte die gesamten Materialien auf 15 Metern Höhe.

Der Zustand des 55 jährigen im Aufzug war weiterhin gut. Nachdem alle Sicherungsmaßnahmen installiert waren, konnte ein Feuerwehrmann die Aufzugskabine öffnen und die Person sichern.

Wenig später konnte der Fahrgast dem Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung übergeben werden. Nach zwei Stunde konnte er jedoch eigenständig und unverletzt die Einsatzstelle verlassen. Wenig später übergab auch die Feuerwehr die Einsatzstelle an einen Mitarbeiter des Industriemuseums.

Unterstützt wurden die Kräfte der Hauptwache durch die freiwillige Einheit aus Welper.

Feuerwehr Hattingen / Bilder: Jens Herkströter


Weitere Berichte Links) zu diesem Einsatz hinzufügen

banner


zurück zur Einsatzliste der Einsatzberichte auf www.FEUERWEHR.de


© 1996-2019 www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer