Einsatzberichte

08.03.2017 04:15

Fellbach Rems-Murr-Kreis

Baden-Württemberg

Nach Brand in Wohnung schwerverletzt

Ein Kinderwagen fing am Mittwochmorgen gegen 04:15 Uhr in einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Neuen Straße Feuer.

Die 28-jährige Bewohnerin wachte aufgrund des Rauchmelders auf, der aufgrund der starken Rauchentwicklung auslöste. In der Wohnung befanden sich ihr 3 Monate alter Sohn sowie ein 41-jähriger Besucher.

Dieser nahm den brennenden Kinderwagen und beförderte ihn aus dem Haus und verhinderte dadurch eventuell Schlimmeres. Hierbei zog er sich schwere Brandverletzungen im Bereich der Beine, der Arme und des Rumpfs zu. Die 28-jährige Frau und ihr Sohn wurden ebenfalls leicht verletzt. Alle drei wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Das Feuer konnte bereits vor Eintreffen der zwischenzeitlich verständigten Rettungskräfte durch zwei Nachbarn gelöscht werden. Als Auslöser für den Brand könnte nach bisherigen ersten Ermittlungen eine brennende Kerze in Frage kommen. Die Ermittlungen zur Brandursache sind aber noch im Gange und nicht abgeschlossen.

Die Schadenshöhe in der Wohnung, die stark verraucht wurde und in der auch eine Wand in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann noch nicht beziffert werden. Neben zwei Polizeistreifen waren zwei Rettungswagen-, eine Notarztwagenbesatzung sowie die Fellbacher Feuerwehr mit drei Fahrzeugen sowie 21 Einsatzkräften im Einsatz.


Die Kripo Waiblingen hat am Morgen die Ermittlungen übernommen und zusammen mit Kriminaltechnikern die Brandursachenforschung in der Wohnung fortgeführt. Demnach wurde der Brand nicht, wie zunächst für möglich gehalten, durch eine brennende Kerze verursacht. Vielmehr gilt es als nahezu sicher, dass der Brand durch die Hitze eines Halogenstrahlers verursacht wurde, der zu nah zur Garderobe im Hausflur gerichtet war und dort befindliche Kleidungsstücke entzündete.

Im Wohnungsflur selbst entstand durch das eigentliche Feuer Sachschaden von geschätzten 5000 Euro. Durch den starken Rußniederschlag ist jedoch die gesamte Wohnung vorerst nicht mehr bewohnbar. Die Kosten für die Rußentfernung zur Wiederherstellung der Bewohnbarkeit können noch nicht abgeschätzt werden und dürften weitaus höher liegen.

Die 28-jährige Bewohnerin wurde wie ihr Säugling leichtverletzt und befindet sich mit diesem zusammen noch zur Beobachtung in einem Krankenhaus. Der bei dem Brand schwerverletzte 41-Jährige befindet sich ebenfalls stationär in einer Stuttgarter Klinik, Lebensgefahr besteht nicht.


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