28.11.2017 12:49

Isselburg Borken

Nordrhein-Westfalen

Kieswerk Anholt / verschüttete Personen

Am Dienstag d. 28.11.2017 um 12:49 ist die Feuerwehr Isselburg mit dem Einsatzstichwort „Person verschüttet“ zu einem Betriebsgelände einer Kiesbaggerei alarmiert worden.

Die ersten Einsatzkräfte haben im Rahmen der Erkundung Informationen seitens des Betreibers erhalten. Demnach wurden 4 Personen in einem ca. 30 Meter hohen Sand/Kiesberg vermisst. Das Schwierige an der Situation war, dass die Vermissten im Auge eines Kraters in besagten Sandberg vermutet wurden.

Nach erster Einsatzstellensichtung konnten zwei Personen zwar teilweise verschüttet aber ansprechbar vorgefunden werden. Die beiden anderen Vermissten konnten nicht lokalisiert werden.

Die eingetroffenen Einsatzkräfte der Feuerwehr Isselburg begannen sofort mit der Rettung der beiden ansprechbaren Verschütteten. Unter sehr schwierigen Bedingungen gelang den Einsatzkräften die Rettung. Nach den anderen beiden wurde intensiv gesucht.

Im weiteren Verlauf wurde ein Verbau aus Holzbohlen und massiven Holzbrettern um die vermutete Position der weiterhin vermissten Personen durch Fachkräfte des THW innerhalb des Sandbergs errichtet, um die Eigengefährdung der Einsatzkräfte zu minimieren. Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Bocholt sicherte die im Gefahrenbereich tätigen Kameraden des THW und der Feuerwehr mit Absturzsicherungsequipment und einem vor Ort aufgebautem Mobilkran.

Der Ortsverband des DRK Isselburg übernahm die Versorgung der Einsatzstelle. Weiterhin trafen Seelsorger und Einheiten der psychosozialen Unterstützung der Feuerwehr ein.

Nachdem der Verbau installiert worden war, konnte die erste vermisste Person in den späten Abendstunden durch die Feuerwehrkameraden frei gelegt und tragischerweise nur noch tot geborgen werden.

Da die zweite vermisste Person noch ein Stück tiefer in dem Sandberg vermutet wurde, musste der Einsatz gegen 01:30 unterbrochen werden, da die Eigengefährdung durch nachrutschende Massen nicht mehr ausgeschlossen werden konnte.

Die Bergungsarbeiten wurden am Mittwoch um 08:00 Uhr fortgesetzt. Ein Tiefbauer wurde beauftragt einen geeigneten Stahlverbau um die Person zu installieren. Durch diese Maßnahmen konnten der Einsatz gegen 21:00 Uhr mit der Bergung der letzten vermissten Person abgeschlossen werden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Tages an.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen unterstützenden Organisationen, bei der Stadt Isselburg und die im Rahmen der überörtlichen Hilfe eingesetzten Feuerwehrkameraden für die Hilfe bei dieser schwierigen Lage.

Unsere Gedanken sind nun voller Mitgefühl bei den Angehörigen der beiden Opfer.

Feuerwehr Isselburg


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