01.01.2018 19:15

Regensburg

Bayern

Brand in der Albertus-Magnus-Kirche

Nach dem eher unruhigen Jahresabschluss in der Silvesternacht startete das neue Jahr für die Feuerwehren in Regensburg am Neujahrstag mit einem spektakulären Einsatz in der Albertus-Magnus-Kirche.

Gegen viertel nach sieben am Abend meldete der Mesner, dass aus der Decke des Kirchenschiffs in etwa 12 Meter Höhe Rauch drang. Die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin den Löschzug der Berufsfeuer und zur Verstärkung, weil es sich um ein so großes Gebäude handelte, die Freiwilligen Feuerwehren Burgweinting und Oberisling. Die richtige Entscheidung, denn es gab viel zu tun. Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatte sich der Schwelbrand schon beachtlich in der Decke ausgebreitet. Weil die Decke aber so hoch war, gab es aber keine Möglichkeit, an das Feuer zu kommen. Zur Brandbekämpfung muss in so einem Fall die Decke geöffnet werden. Es war aber kein geeignetes Hilfsmittel vorhanden, um in der großen Höhe an die Decke zu kommen. Daher entschieden die Einsatzkräfte, eine Drehleiter (LKW mit einer Gesamtmasse von bis zu 16 Tonnen) in die Kirche zu fahren. Glücklicherweise ist die Kirche groß genug, insbesondere das Kirchentor, dass die Drehleiter so grade bis vor den Altar fahren konnte. Zugegeben, es war Zentimeterarbeit, das große Fahrzeug mit eingeklappten Spiegeln rückwärts in die Kirche zu fahren. Der Fahrer, ein routinierter Kollege mit viel Gefühl für den LKW, brachte das Fahrzeug ohne Beschädigung an Fahrzeug oder Inventar an die richtige Stelle. Nur der Christbaum, der vor der Kirchentür stand, musste gefällt werden. Danach konnte ein Trupp unter Atemschutz vom Korb der Drehleiter die Decke großflächig (etwa 8 m²) aufschneiden und das Feuer von unten ablöschen.

Zeitgleich bauten Einsatzkräfte außen am Kirchenschiff Leitern auf, um von dort aufs Dach zu gelangen und dieses mit einer speziellen Rettungssäge (das Dach ist mit Blech eingedeckt) aufzuschneiden und auch dort zu löschen. Das Arbeiten in über 15 Meter Höhe auf einem rutschigen Blechdach ist nicht ungefährlich, von daher mussten sich die Einsatzkräfte wie Bergsteiger mit Gurten und Seilen gegen einen möglichen Absturz sichern.

Der Brand hatte sich im Kirchendach schon beträchtlich ausgebreitet und wäre die Feuerwehr nicht so frühzeitig alarmiert worden, das Feuer hätte sich bald auf das gesamte Dach ausgebreitet. So blieb der Schaden auf einen kleinen Teil des Daches beschränkt, das die Einsatzkräfte nach den Löscharbeiten provisorisch mit einer Plane gegen Regen absicherten.

Insgesamt waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst 55 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Feuerwehren Burgweinting und Oberisling an der Einsatzstelle. Auf der Wache der Berufsfeuerwehr waren dienstfreie Kräfte zusammen mit dem Löschzug Winzer der FF Regensburg zur Verstärkung in Bereitschaft, um bei weiteren Einsätzen sofort reagieren zu können. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Feuerwehr Regensburg


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