08.01.2018 08:58

Hannover

Niedersachsen

Vier Verletzte nach Brand in Flüchtlingsunterkunft

Bei einem Brand in der Flüchtlingsunterkunft am Friederichswall wurden vier Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma durch Rauchgase verletzt. Der brennende Abfall in einem Flurbereich konnte schnell gelöscht werden. Während des Feuerwehreinsatzes mussten 78 Bewohner ihre Aufenthaltsräume verlassen. Alle 359 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft bleiben unverletzt. Erkenntnisse über die Ursache und Schadenhöhe liegen der Feuerwehr nicht vor.
 
Um 08:58 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage der Flüchtlingsunterkunft am Friederichswall Alarm aus. Als kurze Zeit später der Löschzug der Feuer- und Rettungwache 1 am ehemaligen Maritim-Hotel gegenüber dem Rathaus eintraf, meldeten Mitarbeiter der vor Ort ständig anwesenden Sicherheitsfirma eine Rauchentwicklung im Flurbereich des 3. Obergeschosses. Zudem hatte im 6. Obergeschoss eine automatische Löschanlage ausgelöst. Der Einsatzleiter erhöhte sofort die Alarmstufe, sodass ein weiterer Löschzug, die Ortsfeuerwehr Linden, einige Sonderfahrzeuge und der Rettungsdienst in den Stadtteil Mitte alarmiert wurden.

Einsatzkräfte unter Atemschutzgeräten konnten kokelnden Abfall im Flurbereich des 3. Obergeschosses als Ursache für die erhebliche Rauchentwicklung erkennen und den Brand bereits um 09:18 Uhr löschen. Zeitgleich erkundeten weitere Feuerwehrleute das 6. Obergeschoss und stellten hier einen beschädigten Sprinkler fest, aus dem Löschwasser austrat. Eine Ursache für die Sprinklerauslösung war nicht feststellbar.

Mitarbeiter des ständig anwesenden Sicherheitsdienstes hatte schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr begonnen, die Bewohner aus den betroffenen Bereichen in das Erdgeschoss zu führen. Hierbei atmeten eine Frau (41 Jahre) und drei Männer (23, 31, 50 Jahre) Brandgase ein und verletzten sich hierdurch. In der ehemaligen Hotellobby wurden 78 Personen aus betroffenen Bereichen während des Feuerwehreinsatzes betreut. Alle 359 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft blieben unverletzt.
 
Die Feuerwehr blies den Rauch mit Drucklüftungsgeräten aus dem Gebäude. Zudem beseitigten Einsatzkräfte, nachdem der Wasserfluss der Sprinkleranlage abgestellt war, den entstandenen Wasserschaden im 6. Obergeschoss mit Hilfe von speziellen Wassersaugern.

Zur Brandursache hat die Polizei Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Über die Höhe des Sachschadens liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor.

Nach Einschätzung der Feuerwehr sind durch den Brand und auch den Wasserschaden keine wesentlichen Einschränkungen in der Nutzung der Flüchtlingsunterkunft zu erwarten. Einige Bewohner aus dem vom Wasserschaden betroffenen 6. Obergeschoss werden vorübergehend in andere Zimmer dieser Unterkunft umziehen.

Die Feuerwehr Hannover war mit 18 Fahrzeugen und 56 Einsatzkräften bis 11:15 Uhr im Einsatz.

 

Feuerwehr Hannover


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