15.01.2018 11:23

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Bayern

Überörtliche Hilfe der diffizilen Art durch Feuerwehr München

Die Nachbarleitstelle Fürstenfeldbruck meldete sich heute bei der Leitstelle München, da fachliche Unterstützung bei einem rettungsdienstlichen Einsatz benötigte wurde.

Gegen 11 Uhr Vormittag wurde in Leutstetten Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr zu einem zirka 20-jährigen Mann gerufen, der unter Atemnot litt. Die ersten Helfer stellten sofort fest, dass dieser Zustand die Folge von Schlangenbissen war. Der junge Mann hatte zahlreiche Schlangen in Terrarien bei sich zu Hause.
Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes forderten einen Facharzt für Toxikologie an, der mit einem Rettungshubschrauber an die Einsatzstelle transportiert wurde. Mit diesem wurde der junge Mann auch in eine Spezialklinik transportiert und intensivmedizinisch versorgt.

Da zu diesem Zeitpunkt die Bestimmung der Schlangen nicht möglich war, wendeten sich die Einsatzkräfte an die Leitstelle München, da hier ein Fachkundiger der Reptilienkunde der Berufsfeuerwehr München angehört.

Die Polizei flog den Kollegen mit einem Hubschrauber von seiner Dienststelle an den Einsatzort in Starnberg. Dort begannen sie zuerst die Tiere, die glücklicherweise alle in den Terrarien waren, zu bestimmen.

Dabei handelte es sich bei den neun Schlangen um:

  • eine Königspython (ungiftig)
  • eine Madagaskarboa (ungiftig)
  • zwei Afrikanische Speikobras (giftig)
  • fünf Lanzenottern (giftig)
  • darunter zwei Venezuela Lanzenottern

Da es sich bei diesen Reptilien nach Artikel 37 Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LstVG) um gefährliche Tiere handelt, deren Haltung in Bayern verboten ist, führte die Polizei eine Beschlagnahmung durch.

Der Einsatzkollege der Berufsfeuerwehr begann damit die Tiere einzeln einzufangen und für den Transport nach München in die Reptilienauffangstation vorzubereiten.
Da es sich bei dieser Arbeit um eine erhebliche Gefährdung für die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte handelte stand während des kompletten Zeitraums ein Notarzt und ein Hubschrauber für eventuelle Notfälle bereit.

Welche der Schlangen den jungen Mann gebissen hatte, ist nicht geklärt. Die Polizei ermittelt zu dem Vorgang.

Feuerwehr München


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