04.10.2018 07:03

Düsseldorf Flingern

Nordrhein-Westfalen

Rauchmelder rettet schlafendes Pärchen das Leben

Ein junges Pärchen alarmiert am Donnerstagmorgen die Feuerwehr zu einem Küchenbrand im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Flingern. Die Einsatzkräfte bringen die Flammen schnell unter Kontrolle und können eine Brandausbreitung auf die Wohnung verhindern. Die beiden Mieter aus der Brandwohnung sowie ein weiterer Bewohner des Hauses wurden durch den Rauch verletzt und nach der medizinischen Erstversorgung durch den Notarzt in ein Krankenhaus transportiert. Der entstandene Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen. 

Durch den lauten und schrillen Piepton des Rauchmelders wird ein Pärchen - beide 25 Jahre alt - am Donnerstagmorgen aus dem Schlaf gerissen. Um kurz nach sieben Uhr erreicht die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf der Notruf über den Brand in Flingern. Aufgrund der Meldung, dass der Treppenraum des Mehrfamilienhauses bereits verraucht sein sollte, entsendete der Leitstellendisponent Einheiten der Feuerwachen Behrenstraße, Hüttenstraße, Posener Straße sowie den städtischen Rettungsdienst mit Notarzt zum Einsatzort. 

Als fünf Minuten später die ersten Einheiten vor Ort eintrafen, drang bereits schwarzer und dichter Rauch aus einer Wohnung in der vierten Etage. Das Mieterpärchen empfing sichtlich geschockt und mit rußgeschwärzten Gesichtern die Einsatzkräfte bereits vor der Tür. Sofort kümmerten sich der Rettungsdienst und der Notarzt um beide. Zeitgleich entsendete der Einsatzleiter sofort einen Löschtrupp mit einem mobilen Rauchvorhang in das Gebäude. Mit dem Rauchverschluss verhinderten die Einsatzkräfte, dass noch mehr giftiger Qualm in den Treppenraum des Mehrfamilienhauses eindrang. 

Schnell konnten die Flammen in der Küche unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings war die Wohnung komplett von dem schwarzen, giftigen Rauch eingehüllt und es hatte sich Ruß überall abgelagert. Daher ist das Appartement bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. 

Mit zwei Hochleistungslüftern befreite die Feuerwehr den Treppenraum sowie das Dachgeschoss vom giftigen Qualm. Die zweite Wohnung in der vierten Etage kontrollierten die Einsatzkräfte ebenfalls. Hier konnte ein 62-jähriger Mann angetroffen werden, der durch ein offenstehendes Fenster Rauch eingeatmet hatte. Der Notarzt untersuchte den 62-Jährigen ebenfalls. Anschließend transportierten Rettungswagen den Mann sowie das Pärchen in eine Düsseldorfer Spezialklinik, Lebensgefahr besteht derzeit nicht. 

Im Anschluss an die Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte noch die Wohnungen in der dritten Etage auf Raucheintritt. Da hier keiner aufmachte, mussten die Türen gewaltsam geöffnet werden. Da die Brandursache unklar war, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. 

Nach rund einer Stunde kehrten die 38 Einsatzkräfte der Feuerwachen Behrenstraße, Hüttebstraße, Posener Straße sowie der Rettungsdienst mit Notarzt zu ihren Wachen zurück. Der entstandene Schaden wird von dem Einsatzleiter der Feuerwehr auf 50.000 Euro geschätzt. 

Dieser Einsatz zeigt zum wiederholten Male, wie wichtig und sinnvoll die seit Anfang 2017 geltende Rauchmelderpflicht in allen Wohnungen sowie Häusern in Nordrhein-Westfalen ist. Nur dem "kleinen Lebensretter" verdankt das Pärchen die frühzeitige Alarmierung. Im Schlaf ist der Geruchssinn des Menschen abgeschaltet, daher werden wir Menschen durch den Rauch nicht wach. Rauchmelder aber alarmieren frühzeitig und das auch im Schlaf.

Feuerwehr Düsseldorf


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