13.12.2018 09:00

Osnabrück Hellern

Baden-Württemberg

Bulle in Stallboden eingebrochen

Heute morgen ist im Stadtteil Hellern ein 750 kg schwerer Bulle beim Verladen durch eine Luke im Boden des Stalls gebrochen und fand sich 2m tiefer bis zum Hals in der "Scheiße" stehend, nämlich in der Güllegrube unterhalb des Stalls wieder. Zwar unverletzt, aber doch eher unzufrieden mit der Gesamtsituation harrte er dort seiner Rettung.

Die kam dann auch in der Form des Rüstzuges der Berufsfeuerwehr. Zusammen mit dem Landwirt und einem hinzugezogenen Tierarzt wurde ein Rettungsplan entwickelt: Für das Abpumpen des Streu/Güllegemisches des Güllekellers hätte diese vorher aufgerührt werden müssen. Neben deutlich geruchsästhetischen Gründen wären die hierbei freigesetzten Gase eine Gefahr für das Tier gewesen.

Das Herablassen eines (weniger beliebten) Mitarbeiters in die Güllegrube mit Schutzanzug und Pressluftatmer wurde auch verworfen, weil nicht auszuschließen war, dass der Bulle seinen neuen Kumpel nicht mal eben aus Freude an die Wand gedrückt oder noch tiefer in den Morast befördert hätte.
So wurde nach dem Vorbild professioneller Tierretter aus England eine L-förmige Holzprothese gebaut, um eine Lastschlinge von oben unter dem Tier herzuziehen, was mit ein viel Geduld, gutem Zureden und einem Eimer erlesenen Rinderfutters auch gelang. Einmal in der Schlinge wurde der junge Mann mit einem Radlader in die Höhe und damit in Sicherheit befördert.

Ein für eine Großstadt eher ungewöhnlicher tierischer "Scheißeinsatz". Zur Zeit laufen denn auch die Waschmaschinen auf der Feuerwache auf Hochtouren.

Feuerwehr Osnabrück


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