01.08.2019 21:38

Stolberg (Rhld.) Schevenhütte Städteregion Aachen

Nordrhein-Westfalen

John-Boy in lebensbedrohlicher Lage

Ein lautes Wiehern von John-Boy zauberte allen Einsatzkräften und Beteiligten ein glückliches und zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Am späten Donnerstagabend gegen 21.38 Uhr wurden die Kräfte der Feuer- und Rettungswache und der Löschgruppe Gressenich nach Schevenhütte zu einer Tierrettung mit dem Stichwort "Pferd in Notlage" alarmiert.

John-Boy, ein rund 600 Kilogramm schwerer Wallach, war augenscheinlich eine steile tiefe Böschung hinunter gestürzt und lag in einem Bachlauf mit sehr viel Schlamm. Das Pferd konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Alle Rettungsversuche der Beteiligten und Helfer blieben bis dahin erfolglos. Beim Eintreffen der Feuerwehr lag John-Boy restlos erschöpft im Wasser/Schlamm in einem Graben unterhalb einer steilen Böschung. Als erste Maßnahme wurde sein Kopf mit Feuerwehrschläuchen gesichert, so dass er sich über Wasser befand. Das Tier wurde an den Rand des Baches gezogen.

Größte Sorge neben der Zwangslage war die bereits eingetretene Unterkühlung. Der beteiligte Tierarzt stellte fest, dass sich seine Körpertemperatur bereits zwei Grad unter Normaltemperatur befand und bedrohlich war. Es musste schnell gehandelt werden.

Von der Feuerwehr wurde parallel zu den ersten Maßnahmen der Großtierretter und Pferdesanitäter Lutz Hauch von der Firma ComCavalo aus Aldenhoven angefordert. Er verfügt über spezielles Gerät und ein enormes Fachwissen in diesem Bereich. Vor einigen Jahren führte er bei der Feuerwehr Stolberg ein Seminar "Großtierrettung" durch.

Gemeinsam wurde die Lage des Wallachs weiter gesichert. Mit Schläuchen und Einsatz von "Manneskraft" wurde ein weiteres Abrutschen verhindert. Der Tierarzt übernahm die medizinische Betreuung, überwachte die Temperatur des Pferdes und gab ihm ein Beruhigungsmittel. Mit dem Equipment von Lutz Hauch wurde ein weiterer Schlauch um John-Boy gelegt, mit dem er auf eine Platte gezogen wurde. Mit vereinter Kraft aller Beteiligter gelang es schließlich ihn die steile lange Böschung hochzuziehen. Sofort danach stellte er sich wieder auf seine Beine.

Die erste Untersuchung des Tierarztes vor Ort ergab, dass er wohl alles sehr gut überstanden habe.

Feuerwehr Stolberg (Rhld.)


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