05.08.2019 17:50

Bremen

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Leck in Gasleitung fordert Großeinsatz

Am 05.08.2019 um 17:50 Uhr meldete ein Passant über Notruf 112 der Feuerwehr- und Rettungsleistelle Bremen starken Gasgeruch im Bereich Oslebshauser Landstraße, Ecke Finkenbergstraße. Der Geruch war auf dem Bürgersteig und Radweg wahrnehmbar.

Auf Grund dieser Meldung wurde durch den Einsatz führenden Disponentin von einem Gasaustritt aus einer Gasleitung in der Straße ausgegangen. Alarmiert wurde der Gefahrgutzug der Feuerwache 5, Einheiten der Feuerwache 2 und 4, sowie der Rettungsdient und der Führungsdienst der Feuerwehr Bremen. Ebenfalls wurde die SWB (Wesernetz) über den Gasaustritt informiert.

Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte und der ersten Lageerkundung wurde folgende Lage festgestellt: Starker Gasgeruch im Bereich der Oslebshauser Landstraße, Ecke Finkenbergstraße. Messungen mit Messgeräten ergaben extreme Werte, eine akute Brand- und Explosionsgefahr durch den Gasaustritt war gegeben.

Durch die eingesetzten Kräfte wurde unverzüglich mit der Evakuierung angrenzender Wohngebäude begonnen. Ein Evakuierungsbereich mit einem Radius von 300 Metern wurde festgelegt und die Einsatzstelle zusammen mit der Polizei weiträumig abgesperrt. Insgesamt mussten 65 Personen sofort ihre Wohnungen verlassen. Alle evakuierten Personen konnten bei Nachbarn oder Bekannten vorläufig untergebracht werden. Direkt am Rande des 300 Meter Evakuierungsradius befand sich ein Alten- und Pflegeheim. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, daß austretendes Gas auch die Gebäude des Alten- und Pflegeheims erreicht, wurde die Evakuierung dieser Gebäude in Betracht gezogen. In dem Alten- und Pflegeheim befanden sich insgesamt 70 Personen, darunter 40 nicht gehfähige Bewohner.

Vor dem Gebäude des Alten- und Pflegeheims wurde eine kontinuierliche Messstation errichtet um jederzeit einen Überblick über die herrschende Gaskonzentration zu erhalten. Parallel dazu wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur eventuellen und unverzüglichen Evakuierung alarmiert. Darunter befanden sich Sondereinsatzgruppen des Stadtbremischen Rettungsdienstes zum Transport und zur Betreuung von Personen. Ebenfalls wurden die leitende Notärztin, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Burgdamm, Grambkermoor und Lesumbrok, sowie der Direktionsdienst und der Amtsleiter der Feuerwehr Bremen alarmiert. Als Bereitstellungsort für die Einsatzkräfte war der Parkplatz eines Baufachmarktes am Oslebshauser Tor vorgesehen. Zur Unterbringung der evakuierten Personen wurde die Grundschule an der Oslebshauser Heerstraße eingerichtet. Insgesamt war die Feuerwehr Bremen und der Stadtbremische Rettungsdienst mit 52 Einsatzfahrzeugen und 135 Einsatzkräften an der Einsatzstelle.

Glücklicherweise erreichte zu keinen Zeitpunkt austretendes Gas die Gebäude des Alten- und Pflegeheims. Durch die fieberhafte Arbeit der SWB konnte um 21:19 Uhr das Leck in der Gasleitung gefunden werden. An Entwarnung war aber noch nicht zu denken. Um 21:40 Uhr dann ein erstes Aufatmen: Durch die SWB konnte das Leck soweit provisorisch abgedichtet werden, dass eine weitere Erhöhung der Gaskonzentration nicht mehr zu erwarten war. Um 22:30 Uhr war dann das Leck durch die 12 Mitarbeiter der SWB abgedichtet und es konnte Entwarnung gegeben werden. Sukzessive konnten die Einsatzkräfte entlassen werden. Um 22:50 Uhr konnten alle evakuierten Bewohner wieder ihre Häuser und Wohnungen betreten. Während des Einsatzes gab es keine verletzten Personen, die Höhe des entstandenen Schadens kann noch nicht beziffert werden. Dir Mitarbeiter der SWB sind noch weiterhin vor Ort mit Reparaturarbeiten beschäftigt.

Feuerwehr Bremen

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Explosionsgefahr durch Gasleck: Großeinsatz in Oslebshausen

Starker Gasgeruch in Oslebshausen führte am Montagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte extreme Werte fest, es bestand akute Brand- und Explosionsgefahr.

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