24.08.2019 02:37

Lennestadt Maumke Olpe

Nordrhein-Westfalen

Gartenhüttenbrand greift auf Dachstuhl über - Ein Feuerwehrmann leicht verletzt

Die Feuerwehr Lennestadt und der Rettungsdienst wurden am Samstag, den 24.08.19 gegen 02:37 Uhr zu einem Gartenhüttenbrand nach Lennestadt-Maumke alarmiert. Aufmerksame Nachbarn hatten das Feuer bemerkt und wählten unmittelbar den Notruf.

Beim Eintreffen der ersten Einheiten der Feuerwehr Lennestadt, stellte sich die Lage deutlich größer dar. Eine Gartenhütte, welche direkt an ein Zweifamilienhaus angrenzte, stand in Vollbrand. Die Flammen schlugen bereits unter den Giebel des Dachstuhls. Alle Personen hatten das Haus bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr eigenständig verlassen können.

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr und vorab mehreren Löschversuchen mit Feuerlöschern seitens der Anwohner, konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl nicht mehr verhindert werden. Infolgedessen wurden umgehend weitere Einheiten zur Einsatzstelle nachalarmiert. Mit einem Trupp unter Atemschutz versuchte man zunächst die Flammen im Giebel weiter einzugrenzen.

Ein weiterer Trupp ging zur Brandbekämpfung der Gartenhütte vor. Hierbei stürzte ein Feuerwehrmann und zog sich leichte Verbrennung am Arm zu. Die für den Eigenschutz der Feuerwehr alarmierten Malteser behandelten den Feuerwehrmann. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich.

Über die Drehleiter deckte die Feuerwehr Teile der Dachpfannen ab und löschte das Feuer, welches sich bereits bis hinauf zur Dachfirst ausgebreitet hatte. Im Gebäude ging ein weiterer Trupp in den ausgebauten Dachstuhl vor. Glücklicherweise hatte sich das Feuer hauptsächlich nur auf die Dachhaut unterhalb der Dachpfannen beschränkt. An einem geplatzten Dachfenster verhinderte man von innen die Ausbreitung des Feuers auf die Wohnung im Dachgeschoss.

Um den Schaden im Gebäude durch den Brandrauch so gering wie möglich zu halten, brachte man einen mobilen Rauchvorhang in Stellung. Eine zusätzliche Überdruckbelüftung mit einem Hochleistungslüfter drang den Brandrauch aus der Wohneinheit. Zwar konnte das Feuer nicht direkt in die Wohnung eindringen, dennoch machte der Brandrauch, das Löschwasser und starke Risse durch die Hitze des Feuers eine der beiden Wohnungen zunächst unbewohnbar.

Nachdem das Dach durch eine Wärmebildkamera mehrfach kontrolliert wurde, konnte man die Anzahl der Einsatzkräfte gegen 6 Uhr reduzieren. Lediglich die örtliche Feuerwehr aus Maumke und die Drehleiter verblieben noch für etwa 2 Stunden an der Einsatzstelle.

Während der gesamten Löscharbeiten versorgten Anwohner die Rettungskräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr mit heißen und kalten Getränken sowie mit Lebensmitteln. Eine für Rettungskräfte heutzutage nicht mehr selbstverständliche Geste, die von allen sehr positiv aufgenommen wurde. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die fleißigen und freundlichen Anwohner, die unsere Arbeit so tatkräftig unterstützt haben.

Die Feuerwehr Lennestadt war mit den Einheiten aus Grevenbrück, Maumke und Meggen mit 50 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls waren die Malteser und die Polizei an der Einsatzstelle. Brandermittler der Kriminalpolizei haben noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen der Feuerwehr Lennestadt keine Informationen vor.

Feuerwehr Lennestadt


In der Nacht zu Samstag meldeten aufmerksame Anwohner im Hasenpfad in Maumke gegen 02:38 Uhr den Brand einer Gartenhütte aus Holz, der sich rasch ausdehnte und auf das angrenzende Mehrfamilienhaus übergriff.

Den Feuerwehren aus dem Raum Lennestadt gelang es erst nach Stunden, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Es entstand Sachschaden in sechsstelliger Höhe und das Haus ist vorerst teilweise nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner des Hauses konnten das Objekt durch die zeitnahe Brandentdeckung allesamt unverletzt verlassen.

Unmittelbar vor der Entdeckung des Brandes wurde von einem Zeugen eine verdächtige Person im Bereich der Gartenhütte gesehen und erkannt, die sich eilig entfernte. Hierbei handelte es sich um einen 36-Jährigen aus Lennestadt, der im Verlaufe der Nacht an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen wurde. Er wurde am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen dem Haftrichter am Amtsgericht Lennestadt vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Der Beschuldigte befindet sich nun in der JVA Attendorn. Die Ermittlungen, unter Einbeziehung eines Brandsachverständigen, dauern an.

Polizei


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