12.10.2019 15:00

Porta Westfalica Lüchow-Dannenberg

Nordrhein-Westfalen

Segelflugzeug verunglückt - Zwei Insassen hängen in Baumkronen fest

Ein mit zwei Personen besetztes Segelflugzeug ist am Samstagnachmittag in der Nähe des Fernsehturms in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) verunglückt. Die Maschine geriet aus bisher ungeklärten Gründen in einem Waldgebiet entlang des Mindener Wegs in die Baumkronen und blieb dort in einer Höhe von etwa 15 Meter hängen. Der 21-jährige Pilot sowie seine 17-jährige Begleiterin, sie stammen aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg, sind unverletzt, befinden sich gegenwärtig aber noch im Cockpit, da die Rettungskräfte aufgrund der instabilen Lage des Seglers sie noch nicht gefahrlos bergen konnten.

Ein Notfallseelsorger betreut die jungen Menschen per Telefon. Währenddessen prüfen die Rettungsmannschaften der Feuerwehr, darunter auch Höhenretter der Feuerwehr Espelkamp, alternative Bergungsmöglichkeiten vom Boden und aus der Luft. So könnte ein Kran oder ein spezieller Lastenhubschrauber für die Bergung in Betracht kommen.

Der 21-jährige Pilot und seine jugendliche Begleiterin waren gegen 13.30 Uhr vom Flugplatz in Porta Westfalica-Vennebeck gestartet. Hier sollte der Flug auch wieder enden. Warum es zu dem Zwischenfall kam, kann die Polizei noch nicht sagen. Dies wird Gegenstand späterer Ermittlungen sein. Vorrangig gilt es nun die beiden Verunglückten aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Wann dies gelingen wird, kann noch nicht gesagt werden. Ein Großaufgebot von Feuerwehrkräften sowie von Beamten der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke sind vor Ort. Ein Spaziergänger hatte gegen 14.30 Uhr den Vorfall der Kreisleitstelle der Feuerwehr gemeldet. Die verständigte daraufhin die Polizei.

Update

Rettung geglückt: Die beiden Insassen des Segelflugzeugs, welches in einer Höhe von etwa 15 Meter in den Baumwipfel nahe dem Fernsehturm in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) am Samstagnachmittag unfreiwillig gelandet war, befinden sich wieder unverletzt und wohlbehalten auf dem Erdboden.

Die Besatzung des Hubschraubers SAR 41 der Bundeswehr vom Fliegerhorst des Militärflugplatzes in Nörvenich konnte mittlerweile den 21-jährigen Piloten sowie seine 17-jährige Begleiterin mithilfe einer Seilwinde aus ihrer Maschine bergen und sicher zu Boden bringen. Die beiden jungen Menschen hatten zuvor über vier Stunden in ihrer Maschine ausharren müssen. Sie kamen am Abend vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Minden.

Die Bergung des Segelfliegers erfolgt heute in den Abendstunden nicht mehr und ist erst zu einem späteren, noch nicht genau bekannten Zeitpunkt, vorgesehen. Bis dahin ist der Bereich durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Porta Westfalica abgesperrt worden. Entsprechende Warnhinweise wurden aufgestellt.

Wie bereits berichtet, war der Pilot gegen 13.30 Uhr vom Flugplatz in Porta Westfalica gestartet und wollte eigentlich dort auch wieder zurückkehren. Gegen 14.30 Uhr hatte ein Spaziergänger das Segelflugzeug in den Baumkronen entdeckt und die Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei alarmiert. Höhenretter der Feuerwehr Espelkamp konnten aufgrund der instabilen Lage der Maschine die Insassen zunächst nicht in Sicherheit bringen. Der Grund für die unfreiwillige Landung ist weiterhin unklar.

 

Polizei Minden-Lübbecke

Weitere Berichte zu diesem Einsatz:

Porta Westfalica: Segelflieger aus Baum gerettet

• Notlandung im Baumwipfel in Porta Westfalica • Flieger hängt in 15 Meter Höhe • Pilot und Begleiterin mit Seilwinde gerettet

Porta Westfalica: Segelflieger hingen vier Stunden im Baum fest

Das Geäst war zu schwach, um eine Rettung von unten durchzuführen. Die Retter waren mit mehreren Löschgruppen und Höhenrettern vor Ort.

bild.de

Eigentümer muss Segelflieger in Porta Westfalica selbst aus Baum holen

eeZwei Tage nach dem Absturz hängt der Segelflieger immer noch dort wo er gestrandet. Doch wer muss ihn entfernen? Der Eigentümer, sagt die Stadt...

Porta Westfalica


Weitere Berichte Links) zu diesem Einsatz hinzufügenbanner

zurück zur Einsatzliste der Einsatzberichte auf www.FEUERWEHR.de


© 1996-2019 www.FEUERWEHR.de, Dipl.-Ing.(FH) Jürgen Mayer