28.10.2019 15:09

Bokel Pinneberg

Schleswig-Holstein

Dachstuhlbrand eines Einfamilienhauses

Am Montagnachmittag ist es zu einem Großfeuer in Bokel gekommen. An der Austraße brannte der Dachstuhl eines aus Holz errichteten Einfamilienhauses vollständig aus. Personen wurden nicht verletzt.

Um 15.09 Uhr wurden die drei freiwilligen Feuerwehren Bokel, Brande-Hörnerkirchen/Osterhorn und Westerhorn per Sirene alarmiert. Anrufer hatte eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude gemeldet. Nur sechs Minuten später erhöhte die Leitstelle West das Stichwort auf Feuer größer Standard (FEU G) und disponierte die FF Barmstedt unter anderem mit einer Drehleiter hinzu.

Beim Eintreffen stellten die ersten Kräfte eine massive Rauchentwicklung aus dem gesamten Gebäude fest. Die Bewohnerin hatte dieses zum Glück bereits verlassen. Sie wurde von Rettungsdienst betreut, musste aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Löscharbeiten laufen aktuell über drei C-Strahlrohre sowie das Wenderohr der Drehleiter. Es gibt eine massive Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss mit Durchbrand ins Erdgeschoss. Diese Arbeiten können nur unter Atemschutz vorgenommen werden. Daher wurde gegen 16 Uhr von der Kommunalen Feuerwehrbereitschaft der Hauptzug West mit den Wehren Uetersen, Tornesch, Klein Nordende und Prisdorf alarmiert. Sie bringen weitere Atemschutzgeräteträger in den Einsatz.


Ein Feuer hat ein Holzhaus an der Austraße in Bokel vollständig zerstört. Am Nachmittag kam es dort aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Feuer, was sich schnell ausbreitete. Die weit über 100 Einsatzkräfte konnten den Verlust des Gebäudes nicht mehr verhindern. Die Bewohnerin des Hauses wurde leicht verletzt.

Zunächst waren die Feuerwehren aus Bokel, Brande-Hörnerkirchen und Westerhorn zu einer Rauchentwicklung aus dem Gebäude alarmiert worden. Wenige Minuten später wurde die Einsatzmeldung konkretisiert, das Alarmstichwort auf "Feuer, größer Standard" erhöht und die Feuerwehr Barmstedt dazu alarmiert. Entgegen der ersten Meldung konnte nun bestätigt werden, dass alle Personen das Gebäude bereits verlassen haben, aber das Gebäude im Dachgeschoss bereits im Vollbrand stünde.

Dies bestätigten die kurz darauf eingetroffenen Einsatzkräfte. Das Feuer hatte in dem fast 220 Quadratmeter großem Einfamilienhaus in Holzbauweise bereits viel Nahrung gefunden um sich weit auszubreiten. Letztlich brannten Erd- und Dachgeschoss vollständig aus.

Um das Feuer zu löschen wurden zeitweise bis zu sieben handgeführte Strahlrohre eingesetzt. Außerdem ein bodengebundener Wasserwerfer und ein Wasserwerfer am Korb der Drehleiter. Schwierigkeiten bereitete dabei die Löschwasserversorgung. Das Wassernetz ist für einen solchen massiven Einsatz nicht ausgelegt, der ein Kilometer entfernte Bokeler See liegt bereits nahezu trocken - erst gestern fand dort das jährliche Abfischen statt.

Die Bokeler Feuerwehr staute daher die Au, die direkt hinter dem Gebäude verlief, auf. So konnten die Einsatzkräfte hier ebenfalls Wasser abpumpen.

Letztlich wurde die Alarmstufe auf "Feuer, 5 Löschzüge" erhöht. Für die aufwendigen Nachlöscharbeiten wurde nebst einem großen Bagger der Hauptzug-West der Feuerwehrbereitschaft alarmiert. Dieser setzt sich aus den Feuerwehren Uetersen, Tornesch, Klein-Nordende und Prisdorf zusammen. Mehr als 50 Einsatzkräfte aus diesen Wehren und allein über 40 Atemschutzgeräteträger standen kurze Zeit später zur Verfügung.

Da die Einsatzdauer bis in den späten Abend beziehungsweise bis in die frühe Nacht abgeschätzt wurde, übernahm die Feuerwehrbereitschaft zeitweise die Löscharbeiten vor Ort, damit die Einsatzkräfte der anderen Wehren sich zurückziehen konnten und durch das DRK Elmshorn verpflegt werden konnten.

Die Bewohnerin des Hauses war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Haus, sie erlitt eine leichte Rauchgasverletzung und wurde vom Rettungsdienst vor Ort gesichtet.

Weiter waren der örtliche Energieversorger und die Polizei vor Ort. Letztere ermittelt nun nach der Brandursache und stellt die Schadenshöhe fest. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar und wurde letztlich auch durch den Bagger eingerissen.

Kräfte (Schätzungen)

  • FF Bokel: 15 mit LF 8/6
  • FF Brande-Hörnerkirchen/Osterhorn: 23 mit LF 8/6, LF 8
  • FF Westerhorn: 25 mit HLF 20/16, LF 8, MTW
  • FF Barmstedt: 30 mit ELW 1, LF 16/12, DLK 23/12, TLF 16/25, LF 8, RW 2 FW-Bereitschaft
  • FF Quickborn: 3 mit ELW 1 (Führung)
  • FF Uetersen: 18 mit KdoW, MZF, HLF 20/16, GW-L
  • FF Tornesch: 21 mit MZF, TLF 16/25, LF 10/6
  • FF Klein-Nordende: 7 mit HLF 20 -FF Prisdorf: 9 mit LF 20/16
  • KFV Pinneberg: Stellv. Kreiswehrführer mit KdoW, Pressesprecher mit MTW, Angestellter FTZ mit STW

Gesamt (Feuerwehr): 154 mit 25 Fahrzeugen

Einsatzleiter: Volker Kunrath, Wehrführer FF Bokel

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

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