31.10.2019 17:01

Cuxhaven

Niedersachsen

Seenotretter befreien vierköpfige Familie vor Cuxhaven aus Lebensgefahr


Einsatz für die Seenotretter: Das Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER der DGzRS verlässt am Donnerstagnachmittag, 31. Oktober 2019, mit Höchstfahrt den Cuxhavener Fährhafen. (Foto: Ulrich Nehls)

Die Seenotretter haben am Donnerstagnachmittag, 31. Oktober 2019, eine vierköpfige Familie vor dem Cuxhavener Amerikahafen aus Lebensgefahr befreit. Das Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte das kleine Motorboot der Familie gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone.

Um kurz nach 17 Uhr hatte die Familie wegen Motorproblemen in der starken Strömung vor dem RoRo-Terminal einen Notruf abgesetzt. Während der Skipper versuchte, in der starken Strömung den Anker auszubringen, alarmierte der etwa achtjährige Sohn per Mobiltelefon die Berufsfeuerwehr Cuxhaven, die wiederum unverzüglich die Seenotretter benachrichtigte.

Mit Höchstfahrt gegen den Strom nahm das Tochterboot MATHIAS des im Cuxhavener Fährhafen stationierten Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER Kurs auf den benachbarten Amerikahafen. Die Seenotretter fanden das etwa acht Meter lange Boot vor Anker in der starken Strömung. „Die Familie befand sich in großer Gefahr. Das kleine Boot war nur noch etwa zwei Meter von den großen Dalben entfernt. Hätte der Anker nicht gehalten, hätte es innerhalb kürzester Zeit im Strom kentern können“, beschreibt Seenotretter Andreas Hahn die Situation.

Was die Seenotretter zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: Neben dem Skipper und seinem etwa achtjährigen Sohn befanden sich unter Deck die Mutter und ein sechs Monate alter Säugling. Routiniert stellten die Seenotretter die Schleppverbindung her. Inzwischen hatte die Berufsfeuerwehr Cuxhaven ein eigenes kleines Boot zu Wasser gebracht und sicherte das Manöver der Seenotretter ab.

Bei Übergabe der Schleppleine hatte der Skipper noch signalisiert, medizinische Hilfe sei nicht erforderlich. „Doch beim Anschleppen haben wir bemerkt, dass er leicht in sich zusammensackte“, sagt Rettungsmann Andreas Hahn. Die Seenotretter bestellten unverzüglich Notarzt und Rettungswagen in den Amerikahafen. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung der vierköpfigen Familie.

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)


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