07.11.2019 10:20

Wenden Olpe

Nordrhein-Westfalen

Kohlenmonoxidvergiftung durch Stromgenerator -> ein Schwerverletzter

Ein Einsatz für die Einheit Wenden heute Morgen sorgte für reichlich Aufmerksamkeit in Wenden. Zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises Olpe ist die Feuerwehr zu einer Türöffnung alarmiert worden. Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, war die Tür bereits schon geöffnet. Beim Betreten des Haus durch den Rettungsdienst, schlugen die mitgeführten Kohlenmonoxidmelder Alarm. Aufgrund dessen, dass eine Person im Haus vermisst wurde und die gefährliche Konzentration an Kohlenstoffmonoxid vorhanden war, veranlasste den Einsatzleiter dazu, umgehend eine Stichworterhöhung vorzunehmen. Mit dem Stichwort Technische Hilfeleistung Gas ist auch die Einheit Gerlingen nach Wenden beordert worden. Der derweil eingesetzte Angriffstrupp ging unter Atemschutz sofort zur Menschenrettung vor. Die Person konnte zeitnah von dem eingesetzten Trupp im Erdgeschoss gefunden und an den Rettungsdienst übergeben werden. Nachdem auch alle weiteren Räume nach vermeidlich vermissten Personen durchsucht wurden, suchte man nach der Ursache für diese hohe Konzentration an Kohlenstoffmonoxid. Dabei entdeckte der vorgehenden Trupp im Keller des Hauses ein fahrlässig kraftstoffbetriebenes Stromaggregat. Das vom Angriffstrupp mitgeführte Messgerät hat im Bereich des Kellers eine tödliche Dosis Kohlenstoffmonoxid gemessen. Um eine Entlüftung des Kellers vorzunehmen wurde vom Einsatzleiter das Be- und Entlüftungsgerät der Feuerwehr Olpe zur Einsatzstelle gebracht. Der schwer Verletzte Patient wurde mit einem angeforderten Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik mit Druckkammer geflogen. Drei weitere Bewohner des Hauses, wurden vom Rettungsdienst behandelt, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus.

Die Feuerwehren waren mit 15 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen, ebenso wie der Rettungsdienst des Kreises Olpe, ein Rettungshubschrauber und die Polizei vor Ort.

Aufgrund dieses Vorfalls, erinnert die Feuerwehr der Gemeinde Wenden daran, dass kraftstoffbetriebene Geräte ausschließlich im freien zu betreiben sind. Kohlenstoffmonoxid als geruchloses, geschmackloses und farbloses Gas gilt als eines der gefährlichsten seiner Art. Es verdrängt den Sauerstoff und kann bereits in geringen Konzentrationen schädlich bis tödlich für den Menschen sein.

Feuerwehr Wenden


Am 7. November teilte die Rettungsleitstelle der Polizei gegen 10.20 Uhr mit, dass in der Wendebachstraße eine Person in einem Haus bewusstlos aufgefunden wurde. Feuerwehr und Rettungskräfte waren bei Eintreffen der Polizei bereits vor Ort. In einem Krankenwagen wurde der 24-Jähriger notärztlich versorgt. Nach Zeugenangaben wurde in dem Haus vor zwei Tagen der Strom abgestellt. Zur Versorgung des Objektes stellte der Hausverwalter im Keller einen mit Benzin betriebenen Stromgenerator auf. Aufgrund des Betriebes über Nacht kam es zu einer hohen Kohlenmonoxidkonzentration, die zur Vergiftung des Mieters führte. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Er ist ansprechbar und außer Lebensgefahr. Nach Lüftung konnten die übrigen Bewohner wieder in das Haus zurückkehren. Die Beamten fertigten eine Anzeige.


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