10.02.2020 17:04

Neustadt/Weinstraße

Rheinland-Pfalz

Gefahrstoffaustritt: Dienstbetrieb der Polizeiinspektion Neustadt kurzfristig eingeschränkt

Am späten Montagnachmittag kam es zu einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Karl-Helfferich-Straße. Bei der dortigen Polizeiinspektion kam es zu einer Freisetzung einer Substanz. Bei der Überprüfung von sichergestellten Materialien, durch Fachkräfte der Polizei, kam es in den Räumlichkeiten der Polizei, zu einer Freisetzung einer Substanz. Diese führte zu leichten Atemwegsreizungen bei den diensthabenden Kollegen.

Die Feuerwehr sperrte den Bereich um die Inspektion ab und kontrollierte die vorübergehende Räumung. Der Notarzt, die leitenden Notärztin, der organisatorische Leiter sowie das Personal des Rettungsdienstes versorgten die betroffenen 13 Kollegen, welche über Schwindel, Kopfschmerzen und leichten Atemwegsprobleme klagten. Parallel führte die Facheinheit Gefahrstoffe Messungen im Gebäude durch. Unterstützt mit weiterführenden Messgeräten wurden die Neustadter Kollegen durch Kräfte der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen. Diese waren mit zwei Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Nach der Analyse der Messungen konnten die Fachkräfte schließlich Entwarnung geben. Wie es zu dem Vorfall kam wird weiter untersucht. Während des Einsatzes musste kurzzeitig die Karl-Helfferich-Straße gesperrt werden. Der Dienstbetrieb auf der Inspektion war in dieser Zeit eingeschränkt, für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Vor Ort war die Feuerwehr mit sieben Einsatzfahrzeugen und 27 Einsatzkräften.

Feuerwehr Neustadt an der Weinstrasse 


Bei der Überprüfung von sichergestellten Materialien auf ihre Zusammensetzung durch Fachkräfte der Polizei ist am frühen Montagabend in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Neustadt eine Substanz freigesetzt worden, welche kurzfristig zu leichten Atemwegsreizungen bei den Kollegen führte. Die Wache musste vorübergehend geräumt werden. Fachkräfte der Feuerwehr führten anschließend Messungen durch und gaben letztendlich Entwarnung. Der Dienstbetrieb in der Dienststelle war für insgesamt drei Stunden eingeschränkt. In dem Zusammenhang kam es auch zu einer kurzfristigen Sperrung der Karl-Helfferich-Straße. 13 Beamte erlitten leichte Atemwegsreizungen, Schwindel und Kopfschmerzen und wurden medizinisch versorgt. Der Dienstbetrieb wurde derweil durch die umliegenden Dienststellen aufrechterhalten. Wie es zu dem Vorfall kam wird weiter untersucht. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Update 11.02.2020:

Nachdem gestern in der Polizeiinspektion Neustadt während der Überprüfung von sichergestelltem Material unbekannte Dämpfe freigesetzt wurden, können zwölf der ursprünglich 13 betroffenen Beamten ihren Dienst heute wieder aufnehmen.

Beamte des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz hatten das Material, das während einer Durchsuchung am Montagmorgen sichergestellt worden war, in einem leerstehenden Raum der Polizeiinspektion am Nachmittag des 10.02.2020 untersucht. Dabei entstand Rauch, der sich auch auf zwei weitere Räume ausbreitete.

Nachdem einige Beamte daraufhin über Atemwegsreizungen, Schwindel und Kopfschmerzen klagten, wurde die Polizeiinspektion umgehend geräumt. Fachkräfte der Feuerwehr führten im Anschluss Messungen durch. Der Stoff war nicht mehr wahrnehmbar. Eine Gefährdung anderer Personen bestand zu keinem Zeitpunkt.

Um welche Substanz es sich handelte, wird derzeit untersucht. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalinspektion Ludwigshafen haben die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.

Polizeidirektion Neustadt/Weinstraße

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swr.online


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