12.03.2020 16:00

Bochum

Nordrhein-Westfalen

Brand in einem Hochhaus am Bochumer Hauptbahnhof

Gegen 16 Uhr wurde die Leitstelle der Feuerwehr Bochum per Notruf durch Mitarbeiter einer Arztpraxis über eine Rauchentwicklung mit Flammenschein in einem Leitungsschacht in einem 15 geschossigen Hochhaus am Kurt-Schumacher-Platz informiert.

Umgehend wurden Einsatzkräfte aller Feuer- und Rettungswachen sowie ergänzende Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr zu der Einsatzstelle alarmiert. Noch auf der Anfahrt aktivierte sich auch die automatische Brandmeldeanlage in dem Gebäude, da verschiedene Rauchmelder in dem betroffenen Stockwert ausgelöst hatten.

An der Einsatzstelle eingetroffen, kümmerte sich umgehen ein Löschzug um die Überprüfung und Kontrolle des verrauchten Bereiches im 14. Obergeschoss sowie ein weiterer Löschzug um die Evakuierung des betroffenen Geschosses sowie der darüber und darunterliegenden Stockwerke.

In einer Trennwand zwischen dem Treppenraum und einer Arztpraxis brannte Dämmmaterial in einem Leitungsschacht. Die Arztpraxis war beim Eintreffen der Feuerwehr leicht verraucht. Der betroffene Bereich wurde durch einen Angriffstrupp unter Atemschutz nach möglichen Personen abgesucht und anschließend der Brandherd lokalisiert. Der betroffene Schacht wurde mit Brechwerkzeug durch einen Trupp unter Atemschutz geöffnet und mittels eines C-Rohres abgelöscht. Für die Löschmaßnahmen wurde die vorhandene Steigleitung und der Feuerwehraufzug eingesetzt.

Anschließend wurde mit einer Wärmebildkamera ausgeschlossen, ob es in der umliegenden Zwischendecke sowie in den Stockwerken oberhalb und unterhalb zu einer möglichen Brandausbreitung gekommen ist.

Die Mitarbeiter der Arztpraxis haben vorbildlich reagiert und den betroffenen Bereich großzügig geräumt. Durch die aktivierte Brandmeldeanlage wurde dann im weiteren Verlauf der Räumungsalarm ausgelöst, wodurch beim Eintreffen der Feuerwehr der größte Teil des Gebäudes ohnehin bereits verlassen war bzw. die Nutzer sich schon auf dem Weg nach unten befanden.

Eine von den Ereignissen stark belastete Person wurde zur Abklärung in ein umliegendes Krankenhaus transportiert.

Der betroffene Bereich wurde durch die Stadtwerke Strom auf mögliche Schäden im Stromleitungsnetz geprüft. Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlung übernommen.

Da bei den weiteren Überprüfungen keine Auffälligkeiten festegestellt werden konnten, wurde die Einsatzstelle gegen 18 Uhr an den Betreiber übergeben.

Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwachen Innenstadt, Werne, Wattenscheid und der Rettungswache St. Josef-Hospital an der Einsatzstelle eingesetzt. Die Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr "Führungsunterstützung" und Mitte unterstützten die Einsatzmaßnahmen indem diese die verweiste Innenstadtwache und ein zusätzliches Führungsmittel besetzten.

Feuerwehr Bochum


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