27.03.2020 17:37

Hirschberg Leutershausen Rhein-Neckar-Kreis

Baden-Württemberg

Brand in Schnapsbrennerei - keine Verletzten

Mit dem Stichwort „F3Landwirtschaftliches Gebäude“ wurde die Feuerwehr Schriesheim um 17:38 Uhr zu einem Aussiedlerhof im Gewann Lange Stricke gerufen. Laut Meldung würde es dort im Dach einer als Brennerei genutzten Lagerhalle brennen. Zusätzlich wurde auch gleich die Feuerwehr Hirschberg angefordert. Schon auf der Anfahrt war von weiten eine starke Rauchentwicklung über dem Objekt sichtbar.

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Anwohner und Mitarbeiter schon erste Löschversuche unternommen.
Umgehend begab sich der erste Trupp unter Atemschutz mit einem Rohr zur Brandbekämpfung in das Dach vor. Parallel hierzu wurde über die Drehleiter ein weiteres Rohr im Außenangriff vorgenommen. Ein weiter Trupp ging mit einem zweiten Rohr unter Atemschutz direkt in die Brennerei zur Brandbekämpfung vor. Die Feuerwehr Hirschberg stellte von der Beregnungsanlage über zwei Leitungen die Wasserversorgung sicher und unterstütze dann mit je einem Trupp die Brandbekämpfung und Riegelstellung mit jeweils einen Rohr im Innen- und Außenangriff.

Schließlich wurde dann noch die Feuerwehr Dossenheim mit einem Tanklöschfahrzeug zur Sicherung der Wasserversorgung alarmiert.

Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten schnell Wirkung. Knapp eine halbe Stunde nach dem ersten Alarm war das Feuer unter Kontrolle.
Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch in die Länge, da in dem Dachboden verschiedenen Materialien, u. a. Dämmwolle gelagert waren. Diese mussten unter Atemschutz aus dem Gebäude geräumt werden.

Um 19:10 Uhr konnte dann Feuer aus gemeldet werden. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten noch an. Um 21:00 Uhr war dann der Einsatz der Feuerwehr vor Ort soweit beendet.

Der Eigentümer kümmerte sich selbst um eine Brandwache.

Insgesamt wurden von der Feuerwehr 5 C-Rohre, davon 3 im Innen- und 2 im Außenangriff eingesetzt.
Bei dem Einsatz wurden 17 Atemschutzgeräte zur Brandbekämpfung und zum Ausräumen des Dachbodens eingesetzt.
Zwei Personen wurden vom Rettungsdienst untersucht, wurden aber nicht verletzt und konnten vor Ort bleiben.

Der Sachschaden wird auf ca. 150.000 Euro geschätzt.

Von der Feuerwehr Schriesheim war die Abteilung Stadt und Altenbach mit 41 Personen und 11 Fahrzeugen im Einsatz.
Die Feuerwehr Hirschberg war mit 22 Personen und 5 Fahrzeugen vor Ort.
Die Feuerwehr Dossenheim war mit 8 Personen und 2 Fahrzeug an der Einsatzstelle.
Die Polizei war mit 4 Beamten/in und 2 Streifenwagen vor Ort und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Der Rettungsdienst war mit einem RTW sowie mit dem DRK Hirschberg vor Ort.
Neben dem stellv. Kreisbrandmeister Patrick Janowski war auch Unterkreisführer Roy Bergdoll an der Einsatzstelle.
Ebenso waren die Bürgermeister Hansjörg Höfer aus Schriesheim und der Bürgermeister aus Hirschberg Ralf Gänshirt vor Ort und machten sich ein Bild von der Lage.

Um 22:00 Uhr war der Einsatz zunächst beendet.

Am darauf folgenden Samstag waren die Feuerwehren Schriesheim und Hirschberg zur Brandnachschau und zum Rückbau der letzten Gerätschaften erneut vor Ort.

Feuerwehr Schriesheim


Am 27.03.2020, um 17.37 Uhr, wurde die ILS Ladenburg informiert, dass es in Schriesheim, In den Langen, am dortigen Obsthof brennt. Vor Ort wurde festgestellt, dass es in einer Schnapsbrennerei des Obsthofes brennt. Diese Destillerie ist in einem Raum in einer ausgebauten Scheune aufgebaut.

Aus noch ungeklärter Ursache kam es dort zum Austritt von Alkohol, der sich dann an der heißen Destillieranlage entzündete. Die Flammen erfassten schließlich auch das Dach der Scheune, welches letztlich komplett zerstört wurde. Auch die Destillieranlage, von der sich der Brand ausbreitete, wurde schwer beschädigt. Eine zweite danebenstehende Anlage blieb weitestgehend verschont.

Insgesamt wurde der Schaden auf ca. 150.000 Euro geschätzt. Es wurde niemand verletzt.

Die Freiwilligen Feuerwehren von Schriesheim, Hirschberg und Dossenheim konnten den Brand schnell löschen. Zudem unterstützten die FFW Ilvesheim, Ladenburg, Heddesheim und Edingen-Neckarhausen die Arbeiten, so dass insgesamt knapp 80 Wehrleute im Einsatz waren.

Der 56-jährige Besitzer des Obsthofes besitzt Genehmigungen für den Betrieb der Schnapsbrennerei.

Polizeipräsidium Mannheim


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