12.04.2020 23:50

Bremen Rönnebeck

Bremen

Defektes Heizungsrohr führte zu Feuerwehreinsatz

Am 12.04.2020 um 23:50Uhr wurde der Feuerwehr und Rettungsleitstelle ein ausgelöster Rauchwarnmelder im Keller eines zweigeschossigen Wohngebäudes gemeldet. Außerdem schilderte die Anruferin, dass Brandgeruch wahrnehmbar sei. Aufgrund dieser Meldung wurde die Feuer- und Rettungswache 6 und die Freiwillige Feuerwehr Farge sowie der Rettungsdienst alarmiert.

An der Einsatzstelle stellte sich die Situation wie folgt dar: Ein abgerissenes Heizungsrohr im Keller sorgte für den Austritt von Abgasen der Heizung in das Wohngebäude. Diese lösten den Rauchwarnmelder aus, ohne dass es tatsächlich gebrannt hatte. Die Folge der ausgetretenen Abgase war allerdings, dass sich Kohlenmonoxid (CO) -ein Atemgift- im Gebäude ausbreitete.

                   Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und 
geschmackloses und giftiges Gas, das sogar durch Wände diffundieren 
kann. Die Giftigkeit bei CO besteht darin, dass sich das Gas stärker 
an die roten Blutkörperchen bindet als Sauerstoff. Somit wird der 
Sauerstofftransport und die Sauerstoffweitergabe durch das Blut 
verhindert. 

Der Einsatzleiter ließ daraufhin elf Personen aus dem Gebäude von Atemschutztrupps räumen. Bei dieser Anzahl von betroffenen Personen wird zusätzlich zur feuerwehrtechnischen Einsatzleitung (Einsatzleitdienst) eine medizinische-leitungsunterstützende Komponente alarmiert. Dabei handelt es sich um den Leitenden Notarzt (LNA) und den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), die den Einsatzabschnitt Rettung organisierten. Zur weiteren Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort wurde der Fachberater für Gefährliche Stoffe und Güter (FB-CBRN) alarmiert. Dieser koordinierte die Messungen im Wohngebäude. Zur vorübergehenden Unterbringung sowie zur Untersuchung der betroffenen Bewohner wurde ein Großraumrettungswagen (GRTW) zur Einsatzstelle entsandt.

            Der GRTW ein speziell ausgerüsteter Omnibus, der bei der 
Feuerwehr Bremen u.a.  zur Versorgung von einer großen Anzahl von 
Verletzten vorgehalten wird. 

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden die elf Bewohner -darunter neun Kinder- vom Rettungsdienst gesichtet. Ein Kind wurde in Begleitung seiner Mutter mit dem Verdacht einer Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus Bremen Nord verbracht. Die Heizung wurde abgestellt und nachdem das Gebäude gelüftet wurde, konnte auch kein CO mehr nachgewiesen werden.

Insgesamt waren an der Einsatzstelle ca. 45 Einsatzkräfte mit 18 Einsatzfahrzeugen eingesetzt.

Der Einsatz wurde um 01:40 Uhr vom Einsatzleiter beendet.

Feuerwehr Bremen


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