22.04.2020 15:45

Berlin

Berlin

Einsatzleiter nach Angriff mit Flasche schwer am Kopf verletzt

Am 22.04.2020 kam es zu einem tätlichen Angriff gegen Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr. Das Löschfahrzeug der Feuerwache Prenzlauer Berg befand sich gegen 15:45 Uhr auf der Anfahrt zu einem Verkehrsunfall am Brunnenplatz in Gesundbrunnen.

In der Buttmannstraße musste die Anfahrt jedoch unterbrochen werden. Ein Pkw, der in der zweiten Reihe parkte, blockierte den Weg.

Nach jetzigem Kenntnisstand trug sich dann folgender Sachverhalt zu:

Der Fahrzeugführer des geparkten Pkw begab sich zu seinem Fahrzeug und fuhr einige Meter vor. Dann hielt er erneut an. Der Weg blieb jedoch weiterhin blockiert und eine Weiterfahrt des Löschfahrzeugs war nicht möglich. Eine zweite Person näherte sich und beleidigte die Besatzung des Löschfahrzeugs. Die Person bewarf das Fahrzeug mit einem Döner. Der Einsatzleiter des Löschfahrzeugs stieg daraufhin aus und wurde unvermittelt mit einer Glasflasche beworfen. Diese traf ihn am Hinterkopf.

Unser Kollege erlitt mehrere Schnittwunden am Hinterkopf und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Ein Rettungswagen transportierte ihn in eine Klinik, in der die Wunde genäht werden musste. Die Nachbehandlung dauert an.

Aufgrund dieses Vorfalls mussten die Einsatzkräfte der Feuerwache Prenzlauer Berg ihren eigentlichen Einsatzauftrag abbrechen. Es musste ein Löschfahrzeug der Feuerwache Wedding zu dem Verkehrsunfall am Brunnenplatz entsendet werden.

Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen verurteilt diesen Angriff: „Gerade in dieser Zeit des Coronavirus empfangen wir von überall Zeichen hoher Wertschätzung. Umso tiefer erschüttert mich der gestrige Vorfall. Dieser plötzliche und unvorhersehbare Angriff ließ unserem Kollegen keine Chance, sich zu schützen. Wer seine Arbeit dem Wohl der Allgemeinheit widmet und zudem auch noch gerade auf dem Weg zu Menschen in Not ist, der darf nicht als Opfer einer Gewalttat im Krankenhaus landen.“

Die Berliner Feuerwehr steht in engem Kontakt mit den betroffenen Einsatzkräften und unterstützt die Verarbeitung der Erlebnisse und Nachbereitung der Tat. Die Ermittlungen werden wir aufmerksam verfolgen. Intern wird der Fall unserer Beauftragten für Prävention übergeben.

Den betroffenen Kollegen wünschen wir viel Kraft und dem verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung!

Berliner Feuerwehr


Mitarbeiter der Feuerwehr von 34-Jährigem verletzt

Nachdem ein Mitarbeiter der Feuerwehr gestern Nachmittag in Gesundbrunnen von einem 34-Jährigen mit einer Glasflasche am Kopf verletzt wurde, ermittelt die Polizei Berlin nun wegen eines tätlichen Angriffs, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Die Polizei wurde gegen 15.50 Uhr in die Buttmannstraße alarmiert. Dort warteten Kräfte der Feuerwehr und mehrere Zeugen, die gegenüber den Einsatzkräften der Polizei angaben, dass es zu dem Angriff des 34-Jährigen gekommen war, nachdem die Feuerwehr aufgrund eines in zweiter Reihe stehenden Toyota ihre Anfahrt zu einem Einsatz hatte unterbrechen müssen, weil sie nicht an diesem vorbeigekommen waren. Der Fahrer des verkehrswidrig stehenden Wagens sei wenig später zu dem Wagen geeilt und hatte Anstalten gemacht, wegzufahren. In diesem Moment soll ein weiterer Mann an den Toyota herangetreten sein und sich durch das Seitenfenster an der Fahrerseite in das Fahrzeug gebeugt haben.

Als der Fahrer des Einsatzfahrzeuges der Feuerwehr daraufhin erneut das Martinshorn eingeschaltet hatte, um die Eile zu signalisieren, soll der neben dem Toyota stehende Mann nach Angaben aller Zeugen sofort aggressiv reagiert, Beleidigungen in Richtung der Mitarbeiter der Feuerwehr gebrüllt und den Döner, den er in der Hand hielt, gegen das Feuerwehrfahrzeug geworfen haben. Zudem soll der Mann dem Beifahrer des Feuerwehrfahrzeugs den Mittelfinger gezeigt haben.

Als dieser daraufhin die Tür geöffnet hatte, warf ihm der aggressive Mann eine Glasflasche gegen den Kopf, woraufhin der Getroffene bewusstlos wurde und verletzt zu Boden ging. Er musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der 34-Jährige war zunächst zu Fuß geflüchtet, konnte aber im Nachgang ermittelt und an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Er wurde zwecks einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht und anschließend wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

Polizei Berlin

Berliner Feuerwehr


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