15.04.2020 12:10

Rutesheim Böblingen

Baden-Württemberg

Sattelzug schanzt auf Mittelleitplanke

Eine leicht verletzte Person und ein Sachschaden von etwa 120.000 Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Mittwoch gegen 12.10 Uhr auf der Bundesautobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Leonberg-West und Rutesheim, Fahrtrichtung Karlsruhe ereignete. Ein 36 Jahr alter Sattelzuglenker kam, mutmaßlich da er aufgrund eines gesundheitlichen Problems kurzzeitig bewusstlos geworden war, zunächst vom rechten Fahrstreifen nach rechts in den Grünstreifen ab. Anschließend bewegte sich der LKW nach links über alle Fahrstreifen und fuhr auf die Betonmittelleitwand auf. Während die Sattelzugmaschine nun in den linken Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Stuttgart hinein ragte, saß der nicht beladene Auflieger auf der Mittelleitwand auf und blockierte den linken Fahrstreifen in Richtung Karlsruhe. Durch den Aufprall hatten sich darüber hinaus Betonbrocken über beide Richtungsfahrbahnen verteilt. Der Mercedes eines 50-Jährigen wurde durch einen Brocken getroffen und beschädigt. Nach dem Aufprall auf die Leitwand kam der 36-Jährige wieder zu Bewusstsein. Er wurde nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt und musste durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Neben den jeweiligen linken Fahrstreifen mussten im weiteren Verlauf auch die mittleren Spuren in beide Richtungen gesperrt werden. Zur Bergung des Sattelzugs befanden sich zwei Kräne vor Ort. Gegen 15.40 Uhr konnte die Sattelzugmaschine über die Mittelleitplanke auf die Richtungsfahrbahn Karlsruhe gehoben werden, so dass die Fahrspuren in Richtung Stuttgart nach Reinigungsarbeiten sukzessive wieder frei gegeben werden konnten. Derzeit dauern die Bergemaßnahmen noch an und der linke sowie der mittlere Fahrstreifen in Richtung Karlsruhe sind noch gesperrt. Inwieweit weitere Sperrungen aufgrund der beschädigten Mittelleitwand notwendig werden, steht derzeit noch nicht fest. Die Autobahnmeisterei Ludwigsburg befindet sich momentan noch im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren Leonberg und Rutesheim befanden sich mit insgesamt 23 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort. Während der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte insgesamt 17 Verstöße gegen die Handynutzung am Steuer fest. Größtenteils filmten oder fotografierten LKW-Lenker während des Vorbeifahrens die Unfallstelle. Die Betroffenen wurden im weiteren Verlauf kontrolliert und müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen. In Fahrtrichtung Karlsruhe entstand aufgrund der Unfallaufnahme ein Rückstau von etwa vier Kilometern. Der Rückstau auf der Richtungsfahrbahn Stuttgart war eher gering. Die Verkehrsinspektion Ludwigsburg, Tel. 0711/6869-0, bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich zu melden, um zur Klärung des Unfallhergangs beizutragen.

Polizeipräsidium Ludwigsburg

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stuttgarter-nachrichten.de


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